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Indikation, technik und ergebnisse der rekonstruktiven kehlkopfteilresektion nach sedlacek-kambic-tucker

U. Schröder*, H. E. Eckel, M. Jungehülsing, W. Thumfart

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Hintergrund: Karzinome der vorderen Kommissur sind eine Schwachstelle der üblichen kehlkopferhaltenden Therapieverfahren. Die rekonstruktive Kehlkopfteilresektion nach Sedlacek-Kambic-Tucker erlaubt eine besonders weite Resektion des vorderen Schildknorpels und der anterioren Glottis. Indikationen, Technik und Ergebnisse werden am Krankengut der Kölner und Innsbrucker Klinik dargestellt.

Methode: Es wurden die Akten aller Patienten retrospektiv ausgewertet, die zwischen 1991 und 1996 wegen eines Larynxkarzinoms operiert wurden.

Ergebnisse: Bei 12 von 543 Patienten mit Larynxkarzinomen erfolgte eine rekonstruktive Kehlkopfteilresektion nach Sedlacek-Kambic-Tucker. Bis auf eine Fistelbildung traten keine Komplikationen auf. Bei einer mittleren, peroralen Ernährung ab dem 10. postoperativen Tag konnten alle Tracheostomien im Mittel am 17. postoperativen Tag verschlossen werden. Chronische Aspirationen oder Stenosen wurden nicht beobachtet. Die stimmlichen Ergebnisse sind aufgrund des ungenügenden Glottisschlusses und der unphysiologischen Konfiguration der rekonstruierten vorderen Kommissur schlecht.

Schlußfolgerung: Die rekonstruktive Kehlkopfteilresektion nach Sedlacek-Kambic-Tucker hat eine sehr enge Indikationsstellung, ermöglicht aber eine chirurgisch sichere, radikale Resektion des vorderen Kehlkopfs, insbesondere auch bei Rezidivkarzinomen, mit onkologisch guten und funktionell zufriedenstellenden Ergebnissen.
Titel in ÜbersetzungVertical partial laryngectomy using reconstruction with the epiglottis
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftHNO
Jahrgang45
Ausgabenummer11
Seiten (von - bis)915-922
Seitenumfang8
ISSN0017-6192
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 11.1997

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