Hindernisse und Risiken bei der Implementierung einer Kurzintervention nach Screening alkoholbezogener Störungen mittels AUDIT in der Unfallchirurgie: Bericht aus einem Praxisprojekt

Markus Stuppe*, Gallus Bischof

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit
1 Zitat (Scopus)

Abstract

Auf einer unfallchirurgischen Station wurde über 3 Monate ein modifizierter AUDIT eingesetzt, um alle neu aufgenommenen Patienten mit alkoholbezogenen Störungen zu identifizieren und nach einer Kurzintervention dem suchtspezifischen Behandlungssystem zuführen zu können. 361 Patienten bekamen den Fragebogen in den ersten Behandlungstagen ausgehändigt und erhielten bei einem auffälligen Screeningergebnis das Angebot zu einem Gespräch. Mit diesem Verfahren wurde in einem naturalistischen Setting jedoch kein Patient mit einer schweren alkoholbezogenen Störung erreicht. Eine reduzierte Inanspruchnahme des zuvor üblichen Konsilverfahrens und die möglicherweise gesenkte Diagnosestellung durch die behandelnden Ärzte deuteten sogar auf das potentielle Risiko einer Verschlechterung der Versorgung hin. Implementierungskräfte müssen beachtet werden.
Titel in ÜbersetzungBarriers and Risks to Implementation of Brief Interventions after Screening of Alcohol Use Disorders by Means of AUDIT in Trauma Surgery: A Report from a Practice-Based Project
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSuchttherapie
Jahrgang21
Ausgabenummer3
Seiten (von - bis)157-162
Seitenumfang6
ISSN1439-9903
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.08.2020

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

Fingerprint

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