Abstract
Zusammenfassung. Das Tourette Syndrom ist eine facettenreiche neuropsychiatrische Erkrankung, die durch motorische und vokale Tics gekennzeichnet ist. Auch wenn zahlreiche neuroanatomische und neurophysiologische Besonderheiten bei Tourette-Patienten gefunden wurden, gibt es bislang kein umfassendes neurowissenschaftliches Model dieser Erkrankung. Auf Grund der den Tics vorausgehenden Vorgefühle sowie veränderter senso-motorischer Interaktion bei Tourette-Patienten ist die „Theory of Event Coding“ (TEC) ein attraktives kognitives Rahmenkonzept. Gemäß TEC sind Perzeption und Handlungen in einheitlichen Codes aufeinander bezogen, gekoppelt und in so genannten „event-files“ gespeichert. Je nachdem wie stark diese Bindung ist, führt partielle Wiederholung von Merkmalen beim neuerlichen Abrufen der „events“ zu erhöhtem Prozessierungsaufwand, da bereits ausgebildete „event files“ gelöst und neue konfiguriert werden müssen. Dies wird als „partial repetition costs“ bezeichnet und scheint bei Tourette-Patienten besonders ausgeprägt zu sein, was für eine verstärkte Kopplung zwischen Perzeption und Handlung bei diesen Patienten spricht.
| Titel in Übersetzung | Gilles de la tourette syndrome-A model disorder of increased perception-action binding? |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Zeitschrift fur Neuropsychologie |
| Jahrgang | 30 |
| Ausgabenummer | 4 |
| Seiten (von - bis) | 215-221 |
| Seitenumfang | 7 |
| ISSN | 1016-264X |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 12.2019 |
Fördermittel
A.K., M.K, C.B., S.Q.P. and A.M. are supported by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (FOR 2698).
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