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Gilles de la Tourette Syndrom-Modellerkrankung verstärkter Kopplung zwischen Perzeption und Handlung?

Maximilian Kleimaker*, Alexander Kleimaker, Christian Beste, Soyoung Q. Park, Alexander Maximilian Münchau

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Zusammenfassung. Das Tourette Syndrom ist eine facettenreiche neuropsychiatrische Erkrankung, die durch motorische und vokale Tics gekennzeichnet ist. Auch wenn zahlreiche neuroanatomische und neurophysiologische Besonderheiten bei Tourette-Patienten gefunden wurden, gibt es bislang kein umfassendes neurowissenschaftliches Model dieser Erkrankung. Auf Grund der den Tics vorausgehenden Vorgefühle sowie veränderter senso-motorischer Interaktion bei Tourette-Patienten ist die „Theory of Event Coding“ (TEC) ein attraktives kognitives Rahmenkonzept. Gemäß TEC sind Perzeption und Handlungen in einheitlichen Codes aufeinander bezogen, gekoppelt und in so genannten „event-files“ gespeichert. Je nachdem wie stark diese Bindung ist, führt partielle Wiederholung von Merkmalen beim neuerlichen Abrufen der „events“ zu erhöhtem Prozessierungsaufwand, da bereits ausgebildete „event files“ gelöst und neue konfiguriert werden müssen. Dies wird als „partial repetition costs“ bezeichnet und scheint bei Tourette-Patienten besonders ausgeprägt zu sein, was für eine verstärkte Kopplung zwischen Perzeption und Handlung bei diesen Patienten spricht.
Titel in ÜbersetzungGilles de la tourette syndrome-A model disorder of increased perception-action binding?
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift fur Neuropsychologie
Jahrgang30
Ausgabenummer4
Seiten (von - bis)215-221
Seitenumfang7
ISSN1016-264X
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 12.2019

Fördermittel

A.K., M.K, C.B., S.Q.P. and A.M. are supported by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (FOR 2698).

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

Fingerprint

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