Abstract
1.
Bei 70 von 83 in beiden Geschlechtern untersuchten Lepidopterenarten lassen sich geschlechtsspezifische Unterschiede in den somatischen Interphasekernen nachweisen. Bei weiblichen Larven und bzw. oder Imagines dieser Arten wurden in den Zellkernen somatischer Gewebe deutlich abgegrenzte, rundliche, feulgenpositive Körper gefunden, die in den Kernen der zugehörigen Männchen fehlen. 3 Arten,Papilio machaon, Coenonympha arcania undLaothoe populi, zeigen in beiden Geschlechtern solche Chromatinkörper, die beiden ersten in gleicher,Laothoe populi in verschiedener Größe. Bei 10 zu verschiedenen Familien zählenden Arten konnten weder im männlichen noch im weiblichen Geschlecht Chromatinkörper nachgewiesen werden.
2.
Das Geschlechtschromatin tritt bei den beiden eingehender untersuchten Arten,Lymantria dispar undEphestia kühniella, in allen geprüften weiblichen Geweben larvaler und imaginaler Entwicklungsstadien auf, mit Ausnahme der Oogonien und Oocyten. BeiLymantria dispar fehlen die Chromatinkörper auch in den Nährzellen. Mit dem Ploidiegrad der Zellkerne erhöht sich in der Regel das Volumen, gelegentlich auch die Zahl der Chromatinkörper.
3.
Die drei auf ihren Karyotyp untersuchten Arten mit typischem Geschlechtschromatin,Philosamia cynthia, Pieris brassicae undEphestia kühniella, besitzen im weiblichen Geschlecht jeweils eine gerade Zahl von somatischen Chromosomen und gehören aller Wahrscheinlichkeit nach zum XY-Typ der Geschlechtsbestimmung. Die NoctuideOrthosia gracilis, die kein Geschlechtschromatin ausbildet, gehört zum XO-Typ. BeiPhilosamia cynthia undOrthosia gracilis konnten die X-Chromosomen identifiziert werden.
4.
Das in der Mehrzahl der Fälle nachgewiesene Geschlechtschromatin der ♀♀ wird als heteropyknotisches Y-Chromosom interpretiert. Die bei (♂♂ und ♀♀ vonPapilio machaon undCoenonympha arcania auftretenden Chromatinkörper werden als heteropyknotische Autosomen gedeutet.
Bei 70 von 83 in beiden Geschlechtern untersuchten Lepidopterenarten lassen sich geschlechtsspezifische Unterschiede in den somatischen Interphasekernen nachweisen. Bei weiblichen Larven und bzw. oder Imagines dieser Arten wurden in den Zellkernen somatischer Gewebe deutlich abgegrenzte, rundliche, feulgenpositive Körper gefunden, die in den Kernen der zugehörigen Männchen fehlen. 3 Arten,Papilio machaon, Coenonympha arcania undLaothoe populi, zeigen in beiden Geschlechtern solche Chromatinkörper, die beiden ersten in gleicher,Laothoe populi in verschiedener Größe. Bei 10 zu verschiedenen Familien zählenden Arten konnten weder im männlichen noch im weiblichen Geschlecht Chromatinkörper nachgewiesen werden.
2.
Das Geschlechtschromatin tritt bei den beiden eingehender untersuchten Arten,Lymantria dispar undEphestia kühniella, in allen geprüften weiblichen Geweben larvaler und imaginaler Entwicklungsstadien auf, mit Ausnahme der Oogonien und Oocyten. BeiLymantria dispar fehlen die Chromatinkörper auch in den Nährzellen. Mit dem Ploidiegrad der Zellkerne erhöht sich in der Regel das Volumen, gelegentlich auch die Zahl der Chromatinkörper.
3.
Die drei auf ihren Karyotyp untersuchten Arten mit typischem Geschlechtschromatin,Philosamia cynthia, Pieris brassicae undEphestia kühniella, besitzen im weiblichen Geschlecht jeweils eine gerade Zahl von somatischen Chromosomen und gehören aller Wahrscheinlichkeit nach zum XY-Typ der Geschlechtsbestimmung. Die NoctuideOrthosia gracilis, die kein Geschlechtschromatin ausbildet, gehört zum XO-Typ. BeiPhilosamia cynthia undOrthosia gracilis konnten die X-Chromosomen identifiziert werden.
4.
Das in der Mehrzahl der Fälle nachgewiesene Geschlechtschromatin der ♀♀ wird als heteropyknotisches Y-Chromosom interpretiert. Die bei (♂♂ und ♀♀ vonPapilio machaon undCoenonympha arcania auftretenden Chromatinkörper werden als heteropyknotische Autosomen gedeutet.
| Titel in Übersetzung | Sex chromatin in Lepidoptera |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Chromosoma |
| Jahrgang | 25 |
| Ausgabenummer | 3 |
| Seiten (von - bis) | 343-356 |
| Seitenumfang | 14 |
| ISSN | 0009-5915 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 09.1968 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Infektion und Entzündung - Zentrum für Infektions- und Entzündungsforschung Lübeck (ZIEL)
Fingerprint
Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Geschlechtschromatin bei Lepidopteren“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Zitieren
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