Abstract
1. Der marine ArchiannelideDinophilus gyrociliatus besitzt einen extremen Geschlechtsdimorphismus. Auch die Eier, aus denen ♀♀ und ♂♂ hervorgehen, haben schon eine unterschiedliche Größe. In der vorliegenden Arbeit wird die Kreuzungs-und Zuchttechnik für genetisches Arbeiten mitDinophilus und das Erbverhalten zweier Mutanten beschrieben.
2. Charakteristisches Merkmal der in Laborzuchten aufgetretenen MutantenKl undGr ist eine gegenüber der Norm verringerte (Kl) bzw. erhöhte (Gr) Größe der ♂-Eier. Beide Mutanten zeigen einen monohybriden Erbgang mit Dominanz vonKl bzw.Gr gegenüber +Klbzw. +Gr.
3. Entscheidend für die Eigröße ist der Genotyp des Muttertieres, nicht der des Eies.
4. In der Kreuzung +/+ ×Gr/+ ist der Anteil derGr/+-Nachkommen kleiner als 0,5. DieGr-Spermien besitzen offenbar eine geringere Befruchtungschance als die +-Spermien.
5.Gr/+-♂♂ undGr/Gr-♂♂ bringen neben normalen Spermien solche mit 2 und 4 Schwänzen hervor. Ein Zusammenhang mit der geringeren Befruchtungshäufigkeit durchGr-Spermien ließ sich nicht ermitteln.
6. In den Kreuzungen +/+ ×Gr/Gr undGr/Gr × +/+ treten 1,4 bis 5,0% Wildtyp-Nachkommen auf, die sich auch genetisch wie +/+-Tiere verhalten und daher als Rückmutanten zum Wildtyp angesehen werden müssen.
7.Gr läßt sich als instabiles Gen oder wahrscheinlicher als Chromosomenmutation bzw. Chromosomenaberration interpretieren.
2. Charakteristisches Merkmal der in Laborzuchten aufgetretenen MutantenKl undGr ist eine gegenüber der Norm verringerte (Kl) bzw. erhöhte (Gr) Größe der ♂-Eier. Beide Mutanten zeigen einen monohybriden Erbgang mit Dominanz vonKl bzw.Gr gegenüber +Klbzw. +Gr.
3. Entscheidend für die Eigröße ist der Genotyp des Muttertieres, nicht der des Eies.
4. In der Kreuzung +/+ ×Gr/+ ist der Anteil derGr/+-Nachkommen kleiner als 0,5. DieGr-Spermien besitzen offenbar eine geringere Befruchtungschance als die +-Spermien.
5.Gr/+-♂♂ undGr/Gr-♂♂ bringen neben normalen Spermien solche mit 2 und 4 Schwänzen hervor. Ein Zusammenhang mit der geringeren Befruchtungshäufigkeit durchGr-Spermien ließ sich nicht ermitteln.
6. In den Kreuzungen +/+ ×Gr/Gr undGr/Gr × +/+ treten 1,4 bis 5,0% Wildtyp-Nachkommen auf, die sich auch genetisch wie +/+-Tiere verhalten und daher als Rückmutanten zum Wildtyp angesehen werden müssen.
7.Gr läßt sich als instabiles Gen oder wahrscheinlicher als Chromosomenmutation bzw. Chromosomenaberration interpretieren.
| Titel in Übersetzung | Genetic analysis of two mutants of Dinophilus gyrociliatus (Archiannelida) with changed egg-size |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Helgoländer Wissenschaftliche Meeresuntersuchungen |
| Jahrgang | 18 |
| Ausgabenummer | 3 |
| Seiten (von - bis) | 296-316 |
| Seitenumfang | 21 |
| ISSN | 0017-9957 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 08.1968 |
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