Abstract
Die Nutzenbewertung von Arzneimitteln (und anderen medizinischen Interventionen) stützt sich auf die jeweils beste verfügbare Evidenz aus experimentellen und Beobachtungsstudien. Ihre Fundamentalannahme ist, dass das, was sich aus der international veröffentlichten Literatur ablesen lässt, praktische Bedeutung für später zu behandelnde Patienten habe. Diese Fundamentalannahme beruht ihrerseits auf einer Reihe von Voraussetzungen. 6 werden behandelt: etablierte Nosologie, Priorität der Behandlungskonsequenzen, ihre sichere Messung und Darstellung, Aggregatstatistiken bei unterschiedlichen Typen von Outcomevariablen, Irrelevanz psychosozialer Rahmenbedingungen der Behandlung. Einmal mehr zeigt sich, dass das Fundament von Nutzenbewertungen in der Medizin an verschiedenen Stellen unsicher ist und einer beständigen theoretischen Reflexion bedarf.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Zeitschrift | Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen |
| Jahrgang | 104 |
| Ausgabenummer | 3 |
| Seiten (von - bis) | 161-168 |
| Seitenumfang | 8 |
| ISSN | 1865-9217 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2010 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Zitieren
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver