Abstract
Hintergrund
Palliativmedizin hat das Ziel, Patientinnen und Patienten, die an einer lebensbedrohlichen und unheilbaren Krankheit leiden, bedarfsgerecht und bedürfnisorientiert zu betreuen und zu begleiten. Daraus ergibt sich, dass es für diese Patientinnen und Patienten nicht um Krankheiten geht, die sich isoliert behandeln lassen, sondern um ihre Existenz angesichts des nahen Todes.
Fragestellung
Der Beitrag untersucht, welche ethischen Fragen in der Palliativmedizin heute vordringlich zur Diskussion stehen.
Methode
Sichtung der aktuellen medizinethischen Literatur; eigene Reflexionen mit einem beziehungsethischen Ansatz, der die Wünsche der Patientinnen und Patienten ins Zentrum stellt.
Ergebnisse
Palliativmedizin ist keine „Luxusmedizin“, sondern muss zur Grundversorgung zählen, auf die jeder Mensch ein Anrecht hat. Soweit es einer Verbesserung der Versorgungslage bedarf, ist es eine ethische Pflicht, diese voranzutreiben. Die Frage nach einem „guten Sterben“ ist dabei äußerst vielschichtig. Der Begriff steht im Zusammenhang einer Ethik des guten Lebens und umfasst die Dimensionen Freude-Leiden und Sinn-Sinnlosigkeit. Eine möglichst gute Behandlung von Symptomen, vor allem von Schmerzen, ist deshalb ebenso wichtig wie die Beachtung subjektiver Sinnfragen. Die Auseinandersetzung mit den Wünschen der Patientinnen und Patienten, einschließlich der eventuell vorhandenen Sterbewünsche, bildet den Ausgangspunkt für die Ausgestaltung der palliativen Maßnahmen. Es geht darum, in ihrem besten Interesse und gemäß ihren Wünschen den individuell richtigen Zeitpunkt zu finden, von dem an das Sterben nicht mehr aufgehalten, aber zum Wohl des Sterbenden begleitet und unterstützt werden soll.
Schlussfolgerungen
Bei der aktuellen Ausgestaltung der Palliativmedizin und bei ihrer normativen Konfigurierung im Recht und in der medizinischen Ethik wird darüber verhandelt, welche Kriterien für die Qualität des Lebens bis hin zum Tod maßgeblich sind.
Palliativmedizin hat das Ziel, Patientinnen und Patienten, die an einer lebensbedrohlichen und unheilbaren Krankheit leiden, bedarfsgerecht und bedürfnisorientiert zu betreuen und zu begleiten. Daraus ergibt sich, dass es für diese Patientinnen und Patienten nicht um Krankheiten geht, die sich isoliert behandeln lassen, sondern um ihre Existenz angesichts des nahen Todes.
Fragestellung
Der Beitrag untersucht, welche ethischen Fragen in der Palliativmedizin heute vordringlich zur Diskussion stehen.
Methode
Sichtung der aktuellen medizinethischen Literatur; eigene Reflexionen mit einem beziehungsethischen Ansatz, der die Wünsche der Patientinnen und Patienten ins Zentrum stellt.
Ergebnisse
Palliativmedizin ist keine „Luxusmedizin“, sondern muss zur Grundversorgung zählen, auf die jeder Mensch ein Anrecht hat. Soweit es einer Verbesserung der Versorgungslage bedarf, ist es eine ethische Pflicht, diese voranzutreiben. Die Frage nach einem „guten Sterben“ ist dabei äußerst vielschichtig. Der Begriff steht im Zusammenhang einer Ethik des guten Lebens und umfasst die Dimensionen Freude-Leiden und Sinn-Sinnlosigkeit. Eine möglichst gute Behandlung von Symptomen, vor allem von Schmerzen, ist deshalb ebenso wichtig wie die Beachtung subjektiver Sinnfragen. Die Auseinandersetzung mit den Wünschen der Patientinnen und Patienten, einschließlich der eventuell vorhandenen Sterbewünsche, bildet den Ausgangspunkt für die Ausgestaltung der palliativen Maßnahmen. Es geht darum, in ihrem besten Interesse und gemäß ihren Wünschen den individuell richtigen Zeitpunkt zu finden, von dem an das Sterben nicht mehr aufgehalten, aber zum Wohl des Sterbenden begleitet und unterstützt werden soll.
Schlussfolgerungen
Bei der aktuellen Ausgestaltung der Palliativmedizin und bei ihrer normativen Konfigurierung im Recht und in der medizinischen Ethik wird darüber verhandelt, welche Kriterien für die Qualität des Lebens bis hin zum Tod maßgeblich sind.
| Titel in Übersetzung | Ethical aspects of palliative medicine |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Internist |
| Jahrgang | 57 |
| Ausgabenummer | 10 |
| Seiten (von - bis) | 946-952 |
| Seitenumfang | 7 |
| ISSN | 0020-9554 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.10.2016 |
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