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Erhalten Kranke mit einer aktiven chronischen Polyarthritis eine «Basistherapie»?

Hans Heinrich Raspe*, Armin Wasmus

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Die Untersuchung der Adäquanz (Bedarfsgerechtigkeit) einer individuellen antirheumatischen Therapie gehört in den Bereich der Prozessevaluation medizinischer Versorgung.

Zu ihrer Beurteilung entwickelten wir ein fünfstufiges Verfahren: 1. Feststellung des Krankheitszustandes des Kranken; 2. Feststellung der bisherigen und aktuellen Therapie; 3. Festlegung einer adäquaten Behandlung nach rheumatologischen Indikationen; 4. formaler Vergleich der aktuellen/angemessenen Therapie; 5. klinische Beurteilung der Differenzen.

Aus methodischen Gründen begrenzten wir uns auf die aktuelle Behandlung von cP-Kranken mit langfristig wirkenden Antirheumatika (LWAR; Chloroquin, Gold und andere).

Mit dem skizzierten Verfahren wurde die LWAR-Behandlung von 75 cP-Kranken analysiert und bewertet: 25 wurden unserer Ambulanz 1986 erstmals zugewiesen; 25 entstammen einer rheumatologisch-sozial-medizinischen Untersuchung von Berufstätigen und wegen ihrer cP arbeitsunfähigen Mitgliedern der AOK Hannover; 25 wurden in einer Bevölkerungsstudie zur «Prävalenz und Vorsorge der cP in Hannover» identifiziert.

Von 49 aktiv und formal behandlungsbedürftigen Kranken standen 9 (18%) aktuell unter einer LWAR-Therapie. 40 (82%) fanden sich inadäquat behandelt. Aus klinischer Sicht war dieses formale Urteil in 5 Fällen als falsch-positiv und in 15 Fällen als falsch-negativ zu bewerten.

Bezogen auf das klinische Urteil fand sich eine Sensitivität des formalen von 0.70, eine Spezifität von 0.80 und eine Übereinstimmung in 73 % (kappa 0.44)
Titel in ÜbersetzungHow optimal is the treatment of rheumatoid arthritis?
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftSozial- und Präventivmedizin SPM
Jahrgang33
Ausgabenummer4-5
Seiten (von - bis)197-201
Seitenumfang5
ISSN0303-8408
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 07.1988

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