Abstract
Die Untersuchung der Adäquanz (Bedarfsgerechtigkeit) einer individuellen antirheumatischen Therapie gehört in den Bereich der Prozessevaluation medizinischer Versorgung.
Zu ihrer Beurteilung entwickelten wir ein fünfstufiges Verfahren: 1. Feststellung des Krankheitszustandes des Kranken; 2. Feststellung der bisherigen und aktuellen Therapie; 3. Festlegung einer adäquaten Behandlung nach rheumatologischen Indikationen; 4. formaler Vergleich der aktuellen/angemessenen Therapie; 5. klinische Beurteilung der Differenzen.
Aus methodischen Gründen begrenzten wir uns auf die aktuelle Behandlung von cP-Kranken mit langfristig wirkenden Antirheumatika (LWAR; Chloroquin, Gold und andere).
Mit dem skizzierten Verfahren wurde die LWAR-Behandlung von 75 cP-Kranken analysiert und bewertet: 25 wurden unserer Ambulanz 1986 erstmals zugewiesen; 25 entstammen einer rheumatologisch-sozial-medizinischen Untersuchung von Berufstätigen und wegen ihrer cP arbeitsunfähigen Mitgliedern der AOK Hannover; 25 wurden in einer Bevölkerungsstudie zur «Prävalenz und Vorsorge der cP in Hannover» identifiziert.
Von 49 aktiv und formal behandlungsbedürftigen Kranken standen 9 (18%) aktuell unter einer LWAR-Therapie. 40 (82%) fanden sich inadäquat behandelt. Aus klinischer Sicht war dieses formale Urteil in 5 Fällen als falsch-positiv und in 15 Fällen als falsch-negativ zu bewerten.
Bezogen auf das klinische Urteil fand sich eine Sensitivität des formalen von 0.70, eine Spezifität von 0.80 und eine Übereinstimmung in 73 % (kappa 0.44)
Zu ihrer Beurteilung entwickelten wir ein fünfstufiges Verfahren: 1. Feststellung des Krankheitszustandes des Kranken; 2. Feststellung der bisherigen und aktuellen Therapie; 3. Festlegung einer adäquaten Behandlung nach rheumatologischen Indikationen; 4. formaler Vergleich der aktuellen/angemessenen Therapie; 5. klinische Beurteilung der Differenzen.
Aus methodischen Gründen begrenzten wir uns auf die aktuelle Behandlung von cP-Kranken mit langfristig wirkenden Antirheumatika (LWAR; Chloroquin, Gold und andere).
Mit dem skizzierten Verfahren wurde die LWAR-Behandlung von 75 cP-Kranken analysiert und bewertet: 25 wurden unserer Ambulanz 1986 erstmals zugewiesen; 25 entstammen einer rheumatologisch-sozial-medizinischen Untersuchung von Berufstätigen und wegen ihrer cP arbeitsunfähigen Mitgliedern der AOK Hannover; 25 wurden in einer Bevölkerungsstudie zur «Prävalenz und Vorsorge der cP in Hannover» identifiziert.
Von 49 aktiv und formal behandlungsbedürftigen Kranken standen 9 (18%) aktuell unter einer LWAR-Therapie. 40 (82%) fanden sich inadäquat behandelt. Aus klinischer Sicht war dieses formale Urteil in 5 Fällen als falsch-positiv und in 15 Fällen als falsch-negativ zu bewerten.
Bezogen auf das klinische Urteil fand sich eine Sensitivität des formalen von 0.70, eine Spezifität von 0.80 und eine Übereinstimmung in 73 % (kappa 0.44)
| Titel in Übersetzung | How optimal is the treatment of rheumatoid arthritis? |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Sozial- und Präventivmedizin SPM |
| Jahrgang | 33 |
| Ausgabenummer | 4-5 |
| Seiten (von - bis) | 197-201 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 0303-8408 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 07.1988 |
UN SDGs
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Erhalten Kranke mit einer aktiven chronischen Polyarthritis eine «Basistherapie»?“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Zitieren
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