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Erhöhte Mortalität bei Schwerbrandverletzten mit Hypernatriämie

Thomas Namdar*, Frank Siemers, Peter L. Stollwerck, Felix H. Stang, Peter Mailänder, Thomas Lange

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Einführung: Im Krankenhaus auftretende Hypernatriämien werden häufig iatrogen durch unzureichende Flüssigkeitstherapie hervorgerufen. Schwerbrandverletzte Patienten benötigen große Mengen an Flüssigkeitssubstitution während des Verbrennungsschocks. Nach Verschluss des Kapillarlecks muss das zirkulierende Volumen wieder normalisiert werden. Durch die Verschiebung großer Mengen an Flüssigkeit und Elektrolyten können Hypernatriämien provoziert werden. Fragestellung: Haben Schwerbrandverletzte mit einer Hypernatriämie eine erhöhte Mortalitätsrate? Methoden: Retrospektive Studie an 40 Schwerbrandverletzten (verbrannte Körperoberfläche (TBSA) >10%). Alter, Geschlecht, TBSA, ABSI, Mortalität und Flüssigkeitssubstitution (während der ersten 24 Stunden) wurden auf eine Assoziation mit einer Hypernatriämie untersucht. Es erfolgte die Differenzierung in Gruppe A (keine Hypernatriämie) und Gruppe B (Hypernatriämie). Ergebnisse: Eine Hypernatriämie wurde im Mittel am 5. (±1,4) Tag festgestellt. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede bzgl. Alter, Geschlecht, TBSA, ABSI und Flüssigkeitsbedarf (in den ersten 24 Stunden). Alle Patienten in Gruppe A überlebten. In Gruppe B starben 3 Patienten (Odds-ratio = 1,25; 95% Konfidenzintervall 0,971–1,61; p=0,046). Schlussfolgerung: Schwerbrandverletzte mit einer Hypernatriämie haben eine erhöhte Mortalität. Neben der engmaschigen Kontrolle ist eine frühe Therapie von Hypernatriämien obligat.
Titel in ÜbersetzungIncreased mortality in hypernatremic burned patients
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftGMS German Medical Science
Jahrgang8
ISSN1612-3174
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 07.06.2010

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