Abstract
Einleitung: Gegenstand dieser Studie ist der Vergleich der beruflichen Kernkompetenzen von Ergotherapie und Heilpädagogik in Form von Handlungsmustern im Arbeitsfeld Frühförderung. Es wurde untersucht, welche beruflichen Handlungsmuster unter den aktuellen Rahmenbedingungen von Heil
pädagogen und Ergotherapeuten als wichtig angesehen werden und inwiefern sich diese Handlungsmuster überschneiden bzw. unterscheiden.
Methode: In einer qualitativen Studie wurden episodische Interviews mit jeweils drei Heilpädagogen und Ergotherapeuten aus Berliner Kinder- und Jugendambulanzen geführt und mittels thematischen Kodierens sowie dem Verfahren der Typenbildung
ausgewertet.
Ergebnisse: Es konnten drei Handlungsmuster identifiziert werden. Heilpädagogische Kernkompetenzen umfassen eine ganzheitliche entwicklungsbegleitende Arbeit vorwiegend zur allgemeinen Förderung und emotionalen Stärkung des Kindes (Entwicklungsbegleitung). Ergotherapeutische Kernkompetenzen liegen in einer zielorientierten Befähigung des Kindes, die von ihm und seinen Eltern gewünschten Betätigungen in seinem individuellen Alltag selbstständig auszuführen (Top-down-Vorgehen). Schnittmengen der Berufsgruppen liegen in einem funktionsorientierten Handlungsmuster (Bottom-up-Vorgehen).
Schlussfolgerung: Es sollte nach individueller Problemlage der Kinder und ihrer Familien entschieden werden, welche Berufsgruppe in der Frühförderung bevorzugt zum Einsatz kommt. Die ermittelten Handlungsmuster geben Hinweise, für welche Art der Teilhabeeinschränkung des Kindes Ergotherapeuten und Heilpädagogen zuständig sein können.
pädagogen und Ergotherapeuten als wichtig angesehen werden und inwiefern sich diese Handlungsmuster überschneiden bzw. unterscheiden.
Methode: In einer qualitativen Studie wurden episodische Interviews mit jeweils drei Heilpädagogen und Ergotherapeuten aus Berliner Kinder- und Jugendambulanzen geführt und mittels thematischen Kodierens sowie dem Verfahren der Typenbildung
ausgewertet.
Ergebnisse: Es konnten drei Handlungsmuster identifiziert werden. Heilpädagogische Kernkompetenzen umfassen eine ganzheitliche entwicklungsbegleitende Arbeit vorwiegend zur allgemeinen Förderung und emotionalen Stärkung des Kindes (Entwicklungsbegleitung). Ergotherapeutische Kernkompetenzen liegen in einer zielorientierten Befähigung des Kindes, die von ihm und seinen Eltern gewünschten Betätigungen in seinem individuellen Alltag selbstständig auszuführen (Top-down-Vorgehen). Schnittmengen der Berufsgruppen liegen in einem funktionsorientierten Handlungsmuster (Bottom-up-Vorgehen).
Schlussfolgerung: Es sollte nach individueller Problemlage der Kinder und ihrer Familien entschieden werden, welche Berufsgruppe in der Frühförderung bevorzugt zum Einsatz kommt. Die ermittelten Handlungsmuster geben Hinweise, für welche Art der Teilhabeeinschränkung des Kindes Ergotherapeuten und Heilpädagogen zuständig sein können.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Zeitschrift | ergoscience |
| Jahrgang | 9 |
| Ausgabenummer | 2 |
| Seiten (von - bis) | 68-77 |
| Seitenumfang | 9 |
| ISSN | 1861-6348 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2014 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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SDG 4 – Qualitativ hochwertige Bildung
-
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Querschnittsbereich: Gesundheitswissenschaften: Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Hebammenwissenschaft
DFG-Fachsystematik
- 1.21-04 Erziehungswissenschaftliche Sozialisations- und Professionalitätsforschung
- 2.22-20 Kinder- und Jugendmedizin
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