Abstract
Einleitung: Ergotherapeut*innen (ET) können durch ihr Wissen über bedeutungsvolle Betätigungen maßgeblich zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen beitragen. Die Perspektiven von ET, die selbst über Erfahrungen im Zusammenhang mit einer Behinderung verfügen, sind bislang wenig bekannt. Die hier
vorgestellte Studie untersucht, inwieweit ET mit einer Schwerbehinderung ihre eigenen Behinderungserfahrungen als bedeutsam für ihre berufliche Praxis und die Zusammenarbeit mit Klient*innen erachten und auf welche Weise sie ihre Erfahrungen in der Gestaltung des therapeutischen Handelns nutzen.
Methode: Im Rahmen eines qualitativen Forschungsansatzes wurden Expert*inneninterviews mit sechs ET mit einer Schwerbehinderung geführt. Die transkribierten Interviews wurden mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2016) ausgewertet.
Ergebnisse: Es konnten vier zentrale Themenbereiche identifiziert werden. Diese betreffen den Umgang mit der eigenen Behinderung im Kontext des ergotherapeutischen Arbeitens, die Gestaltung der eigenen Rolle als ET mit Behinderung, die Merkmale der direkten Interaktion mit den Klient*innen sowie den bewussten Einsatz der eigenen Erfahrungen im therapeutischen Handeln im Klient*innenkontakt.
Schlussfolgerung: Das Expert*innenwissen von ET mit Behinderungen kann die Weiterentwicklung des Fachwissens für die ergotherapeutische Praxis hinsichtlich Betätigungsgerechtigkeit und Teilhabe maßgeblich unterstützen. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, sollte dieses spezifische Wissen in Wissenschaft und Berufspraxis
stärker berücksichtigt werden.
vorgestellte Studie untersucht, inwieweit ET mit einer Schwerbehinderung ihre eigenen Behinderungserfahrungen als bedeutsam für ihre berufliche Praxis und die Zusammenarbeit mit Klient*innen erachten und auf welche Weise sie ihre Erfahrungen in der Gestaltung des therapeutischen Handelns nutzen.
Methode: Im Rahmen eines qualitativen Forschungsansatzes wurden Expert*inneninterviews mit sechs ET mit einer Schwerbehinderung geführt. Die transkribierten Interviews wurden mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2016) ausgewertet.
Ergebnisse: Es konnten vier zentrale Themenbereiche identifiziert werden. Diese betreffen den Umgang mit der eigenen Behinderung im Kontext des ergotherapeutischen Arbeitens, die Gestaltung der eigenen Rolle als ET mit Behinderung, die Merkmale der direkten Interaktion mit den Klient*innen sowie den bewussten Einsatz der eigenen Erfahrungen im therapeutischen Handeln im Klient*innenkontakt.
Schlussfolgerung: Das Expert*innenwissen von ET mit Behinderungen kann die Weiterentwicklung des Fachwissens für die ergotherapeutische Praxis hinsichtlich Betätigungsgerechtigkeit und Teilhabe maßgeblich unterstützen. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, sollte dieses spezifische Wissen in Wissenschaft und Berufspraxis
stärker berücksichtigt werden.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Zeitschrift | ergoscience |
| Jahrgang | 18 |
| Ausgabenummer | 3 |
| Seiten (von - bis) | 90-98 |
| Seitenumfang | 9 |
| ISSN | 1861-6348 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2023 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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SDG 4 – Qualitativ hochwertige Bildung
-
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Querschnittsbereich: Gesundheitswissenschaften: Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Hebammenwissenschaft
DFG-Fachsystematik
- 1.21-04 Erziehungswissenschaftliche Sozialisations- und Professionalitätsforschung
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