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Empathie, spiegelneuronensystem und schizophrenie

Tilo Kircher*, S. Krach, D. Leube

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Das Spiegelneuronensystem (ventrolateraler präfrontaler Kortex, inferiorer Parietallappen, Sulcus temporalis superior) und dessen emotional-soziale Erweiterung (medialer Präfrontalkortex, Insula, Amygdala) sind aktiviert, wenn eigene Handlungen ausgeführt und wenn Handlungen anderer beobachtet werden, einschließlich subtiler emotionaler Verhaltensweisen. Die Fähigkeit zum Imitationslernen sowie zur Empathie könnte diesem Mechanismus zugrunde liegen. Die Gefahr besteht darin, dass eigene und fremdinitiierte Aktionen nicht mehr unterschieden werden können. Efferenzkopiemechanismen ermöglichen diese Selbst-/ Fremdunterscheidung von Handlungen. Es wird vermutet, dass dieser Mechanismus für das Gefühl der Agentenschaft von Handlungen, Gedanken und Gefühlen verantwortlich ist. Eine Störung des Spiegelneuronensystems könnte den Symptomen des Autismus und der Affektstörungen zugrunde liegen, eine Störung des Efferenzkopiemechanismus dem der Ich-Störungen und Halluzinationen bei Patienten mit Schizophrenie.
Titel in ÜbersetzungEmpathy, mirror neurons and schizophrenia
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftNervenheilkunde
Jahrgang27
Ausgabenummer5
Seiten (von - bis)394-402
Seitenumfang9
ISSN0722-1541
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2008

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

Fingerprint

Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Empathie, spiegelneuronensystem und schizophrenie“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.

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