Abstract
Das Spiegelneuronensystem (ventrolateraler präfrontaler Kortex, inferiorer Parietallappen, Sulcus temporalis superior) und dessen emotional-soziale Erweiterung (medialer Präfrontalkortex, Insula, Amygdala) sind aktiviert, wenn eigene Handlungen ausgeführt und wenn Handlungen anderer beobachtet werden, einschließlich subtiler emotionaler Verhaltensweisen. Die Fähigkeit zum Imitationslernen sowie zur Empathie könnte diesem Mechanismus zugrunde liegen. Die Gefahr besteht darin, dass eigene und fremdinitiierte Aktionen nicht mehr unterschieden werden können. Efferenzkopiemechanismen ermöglichen diese Selbst-/ Fremdunterscheidung von Handlungen. Es wird vermutet, dass dieser Mechanismus für das Gefühl der Agentenschaft von Handlungen, Gedanken und Gefühlen verantwortlich ist. Eine Störung des Spiegelneuronensystems könnte den Symptomen des Autismus und der Affektstörungen zugrunde liegen, eine Störung des Efferenzkopiemechanismus dem der Ich-Störungen und Halluzinationen bei Patienten mit Schizophrenie.
| Titel in Übersetzung | Empathy, mirror neurons and schizophrenia |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Nervenheilkunde |
| Jahrgang | 27 |
| Ausgabenummer | 5 |
| Seiten (von - bis) | 394-402 |
| Seitenumfang | 9 |
| ISSN | 0722-1541 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2008 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)
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