Abstract
Hintergrund: Kardiovaskuläre Erkrankungen stellen auch bei Dialysepatienten mit ca. 50% die häufigsten Todesursachen dar. Es wird nach geeigneten Verfahren zur Beurteilung des kardiovaskulären Risikos bei Dialysepatienten gesucht. In diesem Zusammenhang wird die Elektronenstrahltomographie (EBT) mehr und mehr eingesetzt.
Fallbericht: Wir berichten über den Fall einer 21-jährigen oligosymptomatischen Patientin mit terminaler Niereninsuffizienz bei idiopathischem Hyperkalzämiesyndrom. Bei einem drittgradigen AV-Block wurde ihr 1998 ein Zwei-Kammer-Schrittmacher implantiert. Aufgrund eines sehr hohen koronaren Kalkscores im EBT in Verbindung mit einer echokardiographisch eingeschränkten linksventrikulären Pumpfunktion und leicht verminderter körperlicher Belastbarkeit wurde bei ihr eine Koronarangiographie durchgeführt. Dabei zeigte sich eine schwere stenosierende Zwei-Gefäß-Krankheit, die in gleicher Sitzung erfolgreich interventionell behandelt werden konnte. Daraufhin konnte die Meldung zur Nierentransplantation erfolgen. Die Kontrollkoronarangiographie nach sechs Monaten ergab ein gutes Langzeitergebnis nach der Intervention.
Schlussfolgerung: Dieser Fall zeigt, dass auch bei jungen Dialysepatienten eine stenosierende koronare Herzkrankheit vorliegen kann. Nicht immer lässt sich eine atherosklerotische Gefäßverkalkung von der für Dialysepatienten typischen Verkalkung der Tunica media mit nur geringen hämodynamischen Auwirkungen unterscheiden. Die EBT erlaubt den direkten Nachweis von Kalk in den Koronararterien, dessen Ausmaß bei nierengesunden Patienten mit der Koronarsklerose und der Wahrscheinlichkeit koronarer Ereignisse korreliert. Für niereninsuffiziente Patienten steht der Nachweis dieser Beziehung noch aus. Im Einzelfall kann die EBT jedoch einen wichtigen Beitrag zur kardiovaskulären Risikoabschätzung bei Dialysepatienten leisten.
Fallbericht: Wir berichten über den Fall einer 21-jährigen oligosymptomatischen Patientin mit terminaler Niereninsuffizienz bei idiopathischem Hyperkalzämiesyndrom. Bei einem drittgradigen AV-Block wurde ihr 1998 ein Zwei-Kammer-Schrittmacher implantiert. Aufgrund eines sehr hohen koronaren Kalkscores im EBT in Verbindung mit einer echokardiographisch eingeschränkten linksventrikulären Pumpfunktion und leicht verminderter körperlicher Belastbarkeit wurde bei ihr eine Koronarangiographie durchgeführt. Dabei zeigte sich eine schwere stenosierende Zwei-Gefäß-Krankheit, die in gleicher Sitzung erfolgreich interventionell behandelt werden konnte. Daraufhin konnte die Meldung zur Nierentransplantation erfolgen. Die Kontrollkoronarangiographie nach sechs Monaten ergab ein gutes Langzeitergebnis nach der Intervention.
Schlussfolgerung: Dieser Fall zeigt, dass auch bei jungen Dialysepatienten eine stenosierende koronare Herzkrankheit vorliegen kann. Nicht immer lässt sich eine atherosklerotische Gefäßverkalkung von der für Dialysepatienten typischen Verkalkung der Tunica media mit nur geringen hämodynamischen Auwirkungen unterscheiden. Die EBT erlaubt den direkten Nachweis von Kalk in den Koronararterien, dessen Ausmaß bei nierengesunden Patienten mit der Koronarsklerose und der Wahrscheinlichkeit koronarer Ereignisse korreliert. Für niereninsuffiziente Patienten steht der Nachweis dieser Beziehung noch aus. Im Einzelfall kann die EBT jedoch einen wichtigen Beitrag zur kardiovaskulären Risikoabschätzung bei Dialysepatienten leisten.
| Titel in Übersetzung | Electron beam computed tomography of the heart before renal transplantation: Severe coronary artery disease in a 21-year-old female with nephrocalcinosis due to infantile hypercalcemia syndrome |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Medizinische Klinik |
| Jahrgang | 96 |
| Ausgabenummer | 3 |
| Seiten (von - bis) | 161-165 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 0723-5003 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 15.03.2001 |