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Dosierung von Botulinumtoxin Typ B bei spasmodischer Dysphonie vom Adduktortyp

R. Schönweiler*, P. Zwirner

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Spasmodische Dysphonien vom Adduktortyp werden heute bevorzugt mit wiederholten intralaryngealen Injektionen von Botulinumtoxin Typ A behandelt. Abhängig von der kumulativen Dosis entwickeln einige Patienten Antikörper gegen das Toxin, sodass die wiederholte Behandlung unwirksam wird. In diesem Fall ist das Neurotoxin Typ B (NeuroBloc®) indiziert. Dabei muss der Anwender eine zum Neurotoxin A „äquivalente“ Dosis finden, die für die zervikale Dystonie gegenüber Botox® auf das 25- bis 33fache und gegenüber Dysport® auf das 10- bis 13fache geschätzt wird. Sataloff et al. (2002) verwendeten bei spasmodischer Dysphonie sogar das 33fache. Wir berichten über eine 62-jährige Patientin mit spasmodischer Dysphonie mit Antikörpern gegen das Neurotoxin A. Eine „vorsichtige“ Behandlung mit etwa der 6fachen der zuletzt wirksamen Menge Dysport® erbrachte eine Stimmverbesserung für nur 3 Wochen, sodass die folgende Injektion mit der 33fachen Dysport®-Dosis vorgenommen wurde. Wegen einer zu starken Behauchung der Stimme wurde in den nachfolgenden Injektionen die 30fache Dosis gegenüber Dysport® verwendet. Der Behandlungserfolg wurde als Verbesserung von Stimmklang, Stimmleistung und Stimmhandicap dokumentiert. Der Fall zeigt in Übereinstimmung mit Sataloff et al. (2002), dass bei laryngealer Anwendung von Botulinumtoxin Typ B viel höhere Dosierungen als bei zervikaler Dystonie erforderlich sind.
Titel in ÜbersetzungThe dosage of botulinum toxin type B in adductor type spasmodic dysphonia
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftHNO
Jahrgang53
Ausgabenummer2
Seiten (von - bis)166-173
Seitenumfang8
ISSN0017-6192
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 02.2005

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