Dislozierte Frakturen der Metacarpale II-V bei Kindern und Jugendlichen: Ergebnisse nach übungsstabiler Osteosynthese mit einem elastisch stabilen intramedullären Nagel (ESIN)

Marion Rapp, A. Unger, Johannes Kiene, Martin Kaiser

Abstract

Zwischen 01/2002 und 08/2009 wurden 51 Kinder und Jugendliche mit 57 geschlossenen Frakturen der Metacarpalia (MC) mittels einem elastisch-stabilen intramedullären Nagel (ESIN) operiert und nachuntersucht (MC V n=37, MC IV n=11, MC III n=1, MC II n=8). Neben den subkapitalen (n=39) wurden sowohl basisnahe (n=11) als auch diaphysäre Brüche (n=7) behandelt. Nach geschlossener Reposition wurden die Frakturen mit einem elastisch-stabilen intramedullären Titannagel (Stärke 2 mm oder 2,5 mm) versorgt und ohne Immobilisierung nachbehandelt. Bei allen Patienten gelang eine Wiederherstellung der Achse der Mittelhandknochen, ebenso wiesen sie in der Nachuntersuchung eine komplett freie Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit der Finger auf. Bei 2 Patienten, bei denen aufgrund zu lang belassener Nagelenden eine Hautperforation drohte, erfolgte eine vorzeitige Metallentfernung, bei einem weiteren bestand postoperativ eine bis zur Nachuntersuchung voll reversible Hypästhesie im Hypothenarbereich. Komplikationen wie Infektionen, Pseudarthrosen oder Bewegungseinschränkungen traten nicht auf. Somit profitieren Kinder und Jugendliche bei Frakturen der MC nach geschlossener Reposition von der technisch einfachen Osteosynthese mit einem elastisch-stabilen Nagel.
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftTrauma und Berufskrankheit
JahrgangAusgabe 1/2012
ISSN1436-6274
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.03.2012

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