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Direkte Dosiskorrelation von MRT-morphologischen Veränderungen von gesundem Lebergewebe nach robotergestützter Leber-SBRT

Judit Boda-Heggemann*, Anika Jahnke, Mark K.H. Chan, Leila S. Ghaderi Ardekani, Peter Hunold, Jost Philipp Schäfer, Stefan Huttenlocher, Stefan Wurster, Dirk Rades, Guido Hildebrandt, Frank Lohr, Jürgen Dunst, Frederik Wenz, Oliver Blanck

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Zielsetzung
Zur Beurteilung gesunder Leberreaktionen nach robotergestützter SBRT untersuchten wir frühzeitige morphologische Veränderungen im MRT (Magnetresonanztomographie) hinsichtlich Patienten- und Behandlungsplanparameter.

Patienten und Methoden
MRT-Daten von 22 Patienten von 42 Lebermetastasen wurden 6–17 Wochen nach Behandlung retrospektiv analysiert. Die mediane Verschreibungsdosis betrug 40 Gy in 3–5 Fraktionen. T2- und T1-gewichtete MRT-Sequenzen wurden zum Bestrahlungsplan registriert. Absolute Dosen wurden in EQD2 mit α/β-Verhältnissen von 2 und 3 Gy für die Modellierung von gesundem und 8 Gy für die von vorgeschädigtem Lebergewebe umgerechnet.

Ergebnisse
Scharf definierte, zumeist zentroidförmige morphologische Veränderungen wurden außerhalb des Hochdosisvolumens um das ursprüngliche GTV herum beobachtet. Hyperintensitäten auf T2-gewichtetem MRT bei EQD2-Isodosen von 113,3 ± 66,1 Gy2, 97,5 ± 54,7 Gy3 und 66,5 ± 32,0 Gy8 hingen signifikant von PTV-Dimension (p = 0,02) und gesundem Leber-EQD2 (p = 0,05) ab. Hypointensitäten auf T1-gewichtetem non-Kontrast-MRT bei EQD2-Isodosen von 113,3 ± 49,3 Gy2, 97,4 ± 41,0 Gy3 und 65,7 ± 24,2 Gy8 waren signifikant von vorheriger Chemotherapie (p = 0,01) und dem Gesamtlebervolumen (p = 0,05) abhängig. Hypointensitäten auf T1-gewichtetem Gadolinium-Kontrast-MRT bei EQD2-Isodosen von 90,6 ± 42,5 Gy2, 79,3 ± 35,3 Gy3 und 56,6 ± 20,9 Gy8 hingen signifikant von Gesamtlebervolumen (p = 0,04) und Volumen der gesunden Leber-EQD2 (p = 0,01) ab.

Schlussfolgerung
Nach robotergestützter SBRT konnten frühe postradiogene Veränderungen des gesunden Lebergewebes räumlich zu den entsprechenden Isodosislinien korreliert werden. Mediane nominale Fraktionsdosen von 10,1–11,3 Gy (EQD2 79–97 Gy3) induzieren charakteristische morphologische Veränderungen um die bestrahlten Läsionen, die möglicherweise dosimetrische In-vivo-Genauigkeitsanalysen erlauben. Der Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden und Untersuchungen zu klinischen Kurz- und Langzeitfolgen stehen noch aus.

Titel in ÜbersetzungDirect dose correlation of MRI morphologic alterations of healthy liver tissue after robotic liver SBRT
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftStrahlentherapie und Onkologie
Jahrgang194
Ausgabenummer5
Seiten (von - bis)414-424
Seitenumfang11
ISSN0179-7158
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.05.2018

Fördermittel

Acknowledgements The Velocity software was provided within the framework of a research agreement between the University Medical Center Mannheim and Varian Medical Systems (USA). We especially thank Yvette Bellingan (Varian, USA) for the excellent assistance with the software. We would also kindly thank Dr. Thorsten Peter (Güstrow, Germany) for his significant support.

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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  2. SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur
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