Differenzialdiagnostische Überlegungen beim Hodenhochstand

O. Hiort*, L. Wünsch, P. M. Holterhus

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit
3 Zitate (Scopus)

Abstract

Der Hodenhochstand ist mit etwa 3% aller männlichen Neugeborenen die häufigste angeborene Fehlbildung bei Jungen. Jüngere Untersuchungen zeigen eine geringe Rate des Spontandeszensus von nur 7% im Alter von 1 Jahr. Unbehandelt wird der Maldescensus testis das Risiko späterer Infertilität erhöhen. Zudem ist er mit einem erhöhten Risiko für Hodentumoren assoziiert. Differenzialdiagnostisch kann der Hodenhochstand in seltenen Fällen Ausdruck einer zugrunde liegenden genetischen oder hormonellen Erkrankung sein. Bei nicht tastbaren Hoden, bei komplexen Fehlbildungssyndromen oder bei genitalen Fehlbildungen ist deshalb immer eine weiter gehende laborchemische und bildgebende, in einigen Fällen auch chirurgische Diagnostik indiziert; sie muss gegebenenfalls auch die molekulargenetische Klärung des zu Grunde liegenden Defektes umfassen. Die Planung der Differenzialdiagnostik sollte dann in interdisziplinärer Koordination zwischen pädiatrischen Endokrinologen, Humangenetikern und Kinderchirurgen erfolgen.

Titel in ÜbersetzungDifferential diagnosis of cryptorchidism
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftMonatsschrift fur Kinderheilkunde
Jahrgang153
Ausgabenummer5
Seiten (von - bis)430-435
Seitenumfang6
ISSN0026-9298
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.05.2005

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

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