Abstract
Um erstmals bevölkerungsbezogenen Daten zur Versorgung von Kranken mit einer chronischen Polyarthritis (cP) in Deutschland zu erhalten, wurden 11 534 Personen postalisch befragt und 1 665 zwischen 1985 und 1990 rheumatologisch untersucht. Nur 9 von 36 identifizierten cP-Kranken (25%) sind in den letzten 12 Monaten von einem internistischen Rheumatologen behandelt worden. Nur jeder dritte Kranke mit persistierender florider Synovialitis bei der Verlaufsuntersuchung nach ca. 2 Jahren suchte im letzten Jahr einen Rheumatologen auf. Unter den hoch aktiv Erkrankten erhielt nur jeder dritte langfristig wirksame Antirheumatika (LWAR). Das für die unterschiedliche Verteilung von cP-Kranken mit hoher Aktivität gewichtete relative ,,Risiko" (95%-Konfidenzintervall) für die LWAR-Medikation ist 6,8 (2,5; 18,1) bei Kontakt mit einem Rheumatologen im gesamten Krankheitsverlauf, verglichen mit anderen Ärzten. Nur 16% der hoch aktiven cP-Formen erhielten Krankengymnastik und 32% begleitende physikalische Maßnahmen. Mit dieser Studie wird die Notwendigkeit unterstrichen, die in zahlreichen Bereichen exemplarisch für cP-Kranke dokumentierten Versorgungslücken von Rheumakranken in der Bundesrepublik zu schließen.
| Titel in Übersetzung | Health Care of Individuals with Rheumatoid Arthritis Identified in a Population Study |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Aktuelle Rheumatologie |
| Jahrgang | 20 |
| Ausgabenummer | 3 |
| Seiten (von - bis) | 81-86 |
| Seitenumfang | 6 |
| ISSN | 0341-051X |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 05.1995 |
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