Abstract
Hintergrund
Bestimmte Arzneistoffe gelten als potenziell ungeeignet für geriatrische Patienten; auf ihren Einsatz sollte möglichst verzichtet werden. Potenziell inadäquate Medikationen (PIM) wurden zu unterschiedlichen PIM-Listen zusammengefasst. 2010 erschien die deutsche PRISCUS-Liste. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Bewertung der PRISCUS-Liste im Vergleich mit internationalen PIM-Listen.
Material und Methoden
Basierend auf ausgewählten PIM-Listen (PRISCUS, STOPP/START, Beers) wurde die Medikation von 308 Patienten einer geriatrischen Rehabilitationsklinik auf PIM untersucht. Einschlusskriterium der Patienten war ein Alter von ≥ 65 Jahren.
Ergebnisse
Bezüglich ermittelter PIM unterlag die PRISCUS-Liste quantitativ den STOPP-Kriterien. Während des Aufenthalts erhielt jeder Patient durchschnittlich 1,2 PIM gemäß STOPP-Kriterien und 0,5 PIM nach der PRISCUS-Liste. Die geringste Anzahl lieferte die Beers-Liste (0,4 PIM).
Schlussfolgerung
Vom Einsatz der Beers-Liste sollte wegen der fehlenden Anpassung an den deutschen Arzneimittelmarkt abgesehen werden. Eine Anpassung der PRISCUS-Liste um diagnoseabhängige STOPP-Kriterien könnte dazu beitragen, Therapieerfolg und Arzneimitteltherapiesicherheit bei geriatrischen Patienten wesentlich zu verbessern.
Bestimmte Arzneistoffe gelten als potenziell ungeeignet für geriatrische Patienten; auf ihren Einsatz sollte möglichst verzichtet werden. Potenziell inadäquate Medikationen (PIM) wurden zu unterschiedlichen PIM-Listen zusammengefasst. 2010 erschien die deutsche PRISCUS-Liste. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Bewertung der PRISCUS-Liste im Vergleich mit internationalen PIM-Listen.
Material und Methoden
Basierend auf ausgewählten PIM-Listen (PRISCUS, STOPP/START, Beers) wurde die Medikation von 308 Patienten einer geriatrischen Rehabilitationsklinik auf PIM untersucht. Einschlusskriterium der Patienten war ein Alter von ≥ 65 Jahren.
Ergebnisse
Bezüglich ermittelter PIM unterlag die PRISCUS-Liste quantitativ den STOPP-Kriterien. Während des Aufenthalts erhielt jeder Patient durchschnittlich 1,2 PIM gemäß STOPP-Kriterien und 0,5 PIM nach der PRISCUS-Liste. Die geringste Anzahl lieferte die Beers-Liste (0,4 PIM).
Schlussfolgerung
Vom Einsatz der Beers-Liste sollte wegen der fehlenden Anpassung an den deutschen Arzneimittelmarkt abgesehen werden. Eine Anpassung der PRISCUS-Liste um diagnoseabhängige STOPP-Kriterien könnte dazu beitragen, Therapieerfolg und Arzneimitteltherapiesicherheit bei geriatrischen Patienten wesentlich zu verbessern.
| Titel in Übersetzung | The PRISCUS list in clinical routine: Practicability and comparison to international PIM lists |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Zeitschrift fur Gerontologie und Geriatrie |
| Jahrgang | 46 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Seiten (von - bis) | 35-47 |
| Seitenumfang | 13 |
| ISSN | 0948-6704 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.2013 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)
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Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Die PRISCUS-Liste im klinischen Test: Praktikabilität und Vergleich mit internationalen PIM-Listen“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Zitieren
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