Abstract
Hintergrund
Die iatrogene Kolonperforation ist eine seltene, jedoch lebensbedrohliche Komplikation der Koloskopie. Eine konservative Therapie ist zwar weniger invasiv als ein operatives Vorgehen, führt jedoch bei Versagen häufig zu ausgedehnteren operativen Eingriffen mit gesteigerter Morbidität und Letalität gegenüber einer sofortigen und definitiven chirurgischen Versorgung. Die laparoskopische Dickdarmchirurgie bietet hier die Möglichkeit, die Invasivität und die damit verbundenen Komplikationen zu minimieren.
Patienten und Methodik
Die Daten aller Patienten, die innerhalb eines 12-Jahres-Zeitraums (1997–2009) wegen einer iatrogenen Kolonperforation laparoskopisch operiert wurden, wurden prospektiv erfasst und hinsichtlich Alter, Geschlecht, Perforationslokalisation, Diagnostik und Klinik, Operationsverfahren, intra- und postoperativer Komplikationen sowie des postoperativen Verlaufs retrospektiv analysiert.
Ergebnisse
Im Beobachtungszeitraum wurden 24 Patienten mit einer iatrogenen Kolonperforation laparoskopisch versorgt. In 17 Fällen war die Perforation mit einer therapeutischen und bei 7 Patienten mit einer diagnostischen Koloskopie assoziiert. Bei 19 Patienten erfolgte eine Resektion des betroffenen Darmabschnitts, und in 5 Fällen wurde eine Übernähung der Perforation durchgeführt. In 4 Fällen musste konvertiert werden. Die mediane Operationszeit betrug 165 min (Range 90–420 min) und die mediane Verweildauer 11 Tage (Range 7–25 Tage).
Operationsspezifische Komplikationen waren nicht zu beobachten. Bei 1 Patientin (91 Jahre) kam es bei postoperativer kardiopulmonaler Dekompensation zu einem letalen Verlauf.
Schlussfolgerung
Die laparoskopische Versorgung von iatrogenen Verletzungen des Kolons vermag die Morbidität von größeren chirurgischen Eingriffen zu senken und bietet gleichzeitig eine minimalinvasive, definitive Versorgung dieser lebensbedrohlichen Komplikation. Somit stellt sie in der Hand des erfahrenen Chirurgen eine sichere und effiziente Bereicherung der therapeutischen Möglichkeiten dar.
Die iatrogene Kolonperforation ist eine seltene, jedoch lebensbedrohliche Komplikation der Koloskopie. Eine konservative Therapie ist zwar weniger invasiv als ein operatives Vorgehen, führt jedoch bei Versagen häufig zu ausgedehnteren operativen Eingriffen mit gesteigerter Morbidität und Letalität gegenüber einer sofortigen und definitiven chirurgischen Versorgung. Die laparoskopische Dickdarmchirurgie bietet hier die Möglichkeit, die Invasivität und die damit verbundenen Komplikationen zu minimieren.
Patienten und Methodik
Die Daten aller Patienten, die innerhalb eines 12-Jahres-Zeitraums (1997–2009) wegen einer iatrogenen Kolonperforation laparoskopisch operiert wurden, wurden prospektiv erfasst und hinsichtlich Alter, Geschlecht, Perforationslokalisation, Diagnostik und Klinik, Operationsverfahren, intra- und postoperativer Komplikationen sowie des postoperativen Verlaufs retrospektiv analysiert.
Ergebnisse
Im Beobachtungszeitraum wurden 24 Patienten mit einer iatrogenen Kolonperforation laparoskopisch versorgt. In 17 Fällen war die Perforation mit einer therapeutischen und bei 7 Patienten mit einer diagnostischen Koloskopie assoziiert. Bei 19 Patienten erfolgte eine Resektion des betroffenen Darmabschnitts, und in 5 Fällen wurde eine Übernähung der Perforation durchgeführt. In 4 Fällen musste konvertiert werden. Die mediane Operationszeit betrug 165 min (Range 90–420 min) und die mediane Verweildauer 11 Tage (Range 7–25 Tage).
Operationsspezifische Komplikationen waren nicht zu beobachten. Bei 1 Patientin (91 Jahre) kam es bei postoperativer kardiopulmonaler Dekompensation zu einem letalen Verlauf.
Schlussfolgerung
Die laparoskopische Versorgung von iatrogenen Verletzungen des Kolons vermag die Morbidität von größeren chirurgischen Eingriffen zu senken und bietet gleichzeitig eine minimalinvasive, definitive Versorgung dieser lebensbedrohlichen Komplikation. Somit stellt sie in der Hand des erfahrenen Chirurgen eine sichere und effiziente Bereicherung der therapeutischen Möglichkeiten dar.
| Titel in Übersetzung | Laparoscopic repair of iatrogenic colon perforation: Single-center experience |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Coloproctology |
| Jahrgang | 32 |
| Ausgabenummer | 5 |
| Seiten (von - bis) | 279-283 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 0174-2442 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 10.2010 |
UN SDGs
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
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