Abstract
Das zentrale Neurozytom wird als seltene benigne Läsion des zentralen Nervensystems beschrieben. Die Frage des adäquaten Therapieregimes ist noch nicht hinreichend geklärt. Diese retrospektive Analyse vergleicht vier Therapien bezüglich lokaler Kontrolle und Gesamtüberleben: alleinige komplette Resektion (KR), komplette Resektion plus Strahlentherapie (KR-RT), alleinige inkomplette Resektion (IR) und inkomplette Resektion plus Strahlentherapie (IR-RT).
Material und Methoden: Die seit 1982 in der Literatur veröffentlichten Fälle wurden hinsichtlich folgender Parameter untersucht: Alter, Geschlecht, Ausmaß der Resektion, Vorliegen eines atypischen Neurozytoms, lokale Kontrolle und Gesamtüberleben (Follow-up mindestens 12 Monate). Durch direkten Kontakt mit den Autoren wurden zusätzliche Daten gewonnen. Im Vergleich zu den publizierten Daten ergaben sich hierdurch detailliertere Informationen über die Patienten und ein längeres Follow-up. Die statistische Analyse erfolgte mittels Kaplan-Meier-Analyse und Log-rank-Test.
Ergebnisse: Vollständige Daten wurden für 358 Patienten (KR 118, KR-RT 35, IR 91, IR-RT 114) gewonnen. Nach KR, KR-RT oder IR-RT zeigte sich eine signifikant bessere lokale Kontrolle als nach IR. Kein signifikanter Unterschied ergab sich zwischen KR, KRRT und IR-RT. Das mediane rezidivfreie Intervall betrug 36 (KR), 39 (KR-RT), 21 (IR) und 32 (IR-RT) Monate. Der Vergleich der Gruppen untereinander für das Gesamtüberleben ergab ein signifikant besseres Überleben nach KR als nach IR. Die 5-Jahres-Überlebensraten betrugen 99,2% und 86,1%.
Schlussfolgerungen: Die komplette Resektion ist bei der Behandlung des zentralen Neurozytoms deutlich effektiver als die inkomplette Resektion. Ob die Patienten nach einer kompletten Resektion von einer Strahlentherapie profitieren, bleibt unklar. Nach inkompletter Resektion führt die Strahlentherapie zu einer signifikanten Verbesserung der lokalen Kontrolle, nicht aber des Gesamtüberlebens.
Material und Methoden: Die seit 1982 in der Literatur veröffentlichten Fälle wurden hinsichtlich folgender Parameter untersucht: Alter, Geschlecht, Ausmaß der Resektion, Vorliegen eines atypischen Neurozytoms, lokale Kontrolle und Gesamtüberleben (Follow-up mindestens 12 Monate). Durch direkten Kontakt mit den Autoren wurden zusätzliche Daten gewonnen. Im Vergleich zu den publizierten Daten ergaben sich hierdurch detailliertere Informationen über die Patienten und ein längeres Follow-up. Die statistische Analyse erfolgte mittels Kaplan-Meier-Analyse und Log-rank-Test.
Ergebnisse: Vollständige Daten wurden für 358 Patienten (KR 118, KR-RT 35, IR 91, IR-RT 114) gewonnen. Nach KR, KR-RT oder IR-RT zeigte sich eine signifikant bessere lokale Kontrolle als nach IR. Kein signifikanter Unterschied ergab sich zwischen KR, KRRT und IR-RT. Das mediane rezidivfreie Intervall betrug 36 (KR), 39 (KR-RT), 21 (IR) und 32 (IR-RT) Monate. Der Vergleich der Gruppen untereinander für das Gesamtüberleben ergab ein signifikant besseres Überleben nach KR als nach IR. Die 5-Jahres-Überlebensraten betrugen 99,2% und 86,1%.
Schlussfolgerungen: Die komplette Resektion ist bei der Behandlung des zentralen Neurozytoms deutlich effektiver als die inkomplette Resektion. Ob die Patienten nach einer kompletten Resektion von einer Strahlentherapie profitieren, bleibt unklar. Nach inkompletter Resektion führt die Strahlentherapie zu einer signifikanten Verbesserung der lokalen Kontrolle, nicht aber des Gesamtüberlebens.
| Titel in Übersetzung | Treatment for central neurocytoma: A meta-analysis based on the data of 358 patients |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Strahlentherapie und Onkologie |
| Jahrgang | 179 |
| Ausgabenummer | 4 |
| Seiten (von - bis) | 213-218 |
| Seitenumfang | 6 |
| ISSN | 0179-7158 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.04.2003 |
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