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Diagnostik und Therapie des Vulva- und Vaginalkarzinoms

M. Thill*, I. A. Adamietz

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Sowohl das Vulva- als auch das primäre Vaginalkarzinom gehören zu den seltenen Malignomen der Frau, die Inzidenz des Vulvakarzinoms nimmt allerdings zu. Jüngst wurde berichtet, dass in den vergangenen 10 Jahren die Inzidenz der vulvären intraepithelialen Neoplasien (VIN) sowie der Vulvakarzinome in Europa und den USA gestiegen ist.

Der wichtigste ätiologische Faktor ist das Vorliegen einer Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV). Eine HPV-Impfung wirkt jedoch vorbeugend. Die operative Therapie ist, v. a. in den frühen Stadien, nach wie vor Therapie der Wahl und richtet sich nach der Lokalisation und Ausbreitung des Tumors. Zur Reduktion der postoperativen Komplikationsrate wurde die Radikalität der Vulvektomie gesenkt, ohne dass sich die Prognose verschlechtert hat. Für das Vaginalkarzinom sind derartige Ansätze zur Senkung der Radikalität nicht bekannt. Die Strahlentherapie bleibt die Behandlungsalternative bei fortgeschrittener Erkrankung. Aufgrund der relativen Seltenheit der Erkrankungen ist zwar eine evidenzbasierte Therapieempfehlung möglich, allerdings nur auf einem sehr niedrigen Evidenzniveau.
Titel in ÜbersetzungDiagnosis and treatment options of vulvar and vaginal cancer
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftOnkologe
Jahrgang17
Ausgabenummer12
Seiten (von - bis)1163-1180
Seitenumfang18
ISSN0947-8965
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 01.12.2011

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