Diabetes und Hypertonie

F. Sayk, K. A. Iwen, H. Lehnert*

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit
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Abstract

Diabetes mellitus und arterielle Hypertonie sind entscheidende kardiovaskuläre Risikofaktoren, die sich bei gleichzeitigem Vorliegen potenzieren. Der Nachweis einer Mikroalbuminurie ist ein wichtiger und unabhängiger Risikomarker für eine erhöhte Morbidität und Mortalität beider Erkrankungen. Regelmäßige Kontrollen sind daher obligat. Der Zielblutdruck beträgt bei Patienten mit Diabetes und arteriellem Hypertonus < 130/80 mm Hg, bei manifester Nephropathie jedoch < 125/75 mm Hg. Die Grundlage jeder Therapie ist eine Lebensstilmodifikation, diese muss folgende Therapieziele beinhalten: 1. Gewichtsreduktion, 2. regelmäßige moderate körperliche Aktivität, 3. Umstellung der Ernährung inklusive Alkohol- und Kochsalzrestriktion sowie 4. ggf. Einstellen des Nikotinkonsums. Als medika-mentöse Therapeutika sind Renin- und ACE-Inhibitoren sowie AT1-Rezeptor-Antagonisten Mittel der ersten Wahl; sie hemmen die Progression der Nephropathie effektiver als andere Antihypertensiva und sollten fester Bestandteil jeglicher Kombinationstherapie sein.
Titel in ÜbersetzungDiabetes and hypertension
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftDeutsche Medizinische Wochenschrift
Jahrgang134
Ausgabenummer45
Seiten (von - bis)2296-2301
Seitenumfang6
ISSN0012-0472
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2009

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