Abstract
Hintergrund Im Jahr 2014 wurde durch die ISUP (International Society of Urological Pathology) eine Modifikation des Gradings für das Prostatakarzinom (PCa) eingeführt, welches 2016 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt und übernommen wurde. Neben der Definition von 5 „Grade Groups“ wurden auch einige histomorphologische Kriterien angepasst. Unsere Übersichtsarbeit stellt die Ergebnisse aller aktuellen Studien und deren Bewertungen des neuen Gradings zusammen.
Material und Methoden Es erfolgte eine Literaturrecherche in der PubMed-Datenbank. Insgesamt sind aus dem Zeitraum 2016 – 2018 15 Studien identifiziert und in die Übersicht eingeschlossen worden.
Ergebnisse Die Hauptziele des neuen ISUP 2014/WHO 2016 PCa-Gradings sind ein (I) präziseres und vereinfachtes Grading, (II) eine verringerte Übertherapie indolenter PCa und (III) eine verbesserte Kommunikation mit den Patienten. Die Mehrzahl der Studien wählte das biochemische Rezidiv als Endpunkt und bescheinigte dem neuen Grading eine höhere prognostische Wertigkeit im Vergleich zum früheren Gleason Grading. Interessanterweise war es jedoch nur in wenigen Studien klar ersichtlich, dass die archivierten Proben tatsächlich auch nach den modifizierten histomorphologischen Kriterien reevaluiert („Re-Grading“) und nicht nur in die neuen „Grade Groups“ übersetzt wurden („Re-Grouping“).
Schlussfolgerung Die Mehrheit der analysierten Studien bestätigt die prognostische Wertigkeit des neuen ISUP 2014/WHO 2016 Gradings und empfiehlt dessen weltweite Anwendung. Jedoch muss bei der Interpretation bisheriger Studien berücksichtigt werden, dass das notwendige „Re-Grading“ als korrekte Anwendung des neuen Gradings nicht immer klar ersichtlich war.
Material und Methoden Es erfolgte eine Literaturrecherche in der PubMed-Datenbank. Insgesamt sind aus dem Zeitraum 2016 – 2018 15 Studien identifiziert und in die Übersicht eingeschlossen worden.
Ergebnisse Die Hauptziele des neuen ISUP 2014/WHO 2016 PCa-Gradings sind ein (I) präziseres und vereinfachtes Grading, (II) eine verringerte Übertherapie indolenter PCa und (III) eine verbesserte Kommunikation mit den Patienten. Die Mehrzahl der Studien wählte das biochemische Rezidiv als Endpunkt und bescheinigte dem neuen Grading eine höhere prognostische Wertigkeit im Vergleich zum früheren Gleason Grading. Interessanterweise war es jedoch nur in wenigen Studien klar ersichtlich, dass die archivierten Proben tatsächlich auch nach den modifizierten histomorphologischen Kriterien reevaluiert („Re-Grading“) und nicht nur in die neuen „Grade Groups“ übersetzt wurden („Re-Grouping“).
Schlussfolgerung Die Mehrheit der analysierten Studien bestätigt die prognostische Wertigkeit des neuen ISUP 2014/WHO 2016 Gradings und empfiehlt dessen weltweite Anwendung. Jedoch muss bei der Interpretation bisheriger Studien berücksichtigt werden, dass das notwendige „Re-Grading“ als korrekte Anwendung des neuen Gradings nicht immer klar ersichtlich war.
| Titel in Übersetzung | Status quo 5 years after the introduction of the new ISUP 2014/WHO 2016 prostate cancer grade groups |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Aktuelle Urologie |
| Jahrgang | 50 |
| Ausgabenummer | 6 |
| Seiten (von - bis) | 619-624 |
| Seitenumfang | 6 |
| ISSN | 0001-7868 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2019 |
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- 2.22-23 Reproduktionsmedizin, Urologie
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