Abstract
Zielsetzung
Das onkologische Ergebnis nach partieller perkutaner Rebestrahlung (Re-RT) bei Brustkrebspatientinnen mit einem Lokalrezidiv nach Mastektomie und/oder nach brusterhaltender Operation zu untersuchen.
Methoden
Zwischen 03/2004 und 10/2016 erhielten 83 Patienten postoperativ nach einem Lokalrezidiv des Mammakarzinoms eine perkutane Re-RT. Die Dosierung war 45 Gy (1,8-Gy-Einzeldosis) partiell auf die Brust (n = 42) oder auf die Mastektomienarbe (n = 41). Die Patienten- und Tumorcharakteristika wurden univariat und multivariat hinsichtlich lokaler und distanter Kontrolle, als auch auf das Überleben (gesamt- und karzinomspezifisch) untersucht.
Ergebnisse
Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 35 Monate (Spanne 3–143 Monate). Das mediane Intervall zwischen erster Bestrahlung und Re-RT war 117 Monate (Spanne 16–357 Monate). Prognostisch günstig für das Gesamtüberleben waren jüngeres Alter (p = 0,045), kleiner Rezidivtumor (p = 0,019) und kein Lymphknotenbefall (p = 0,005). Patientinnen mit N0-Status hatten im Vergleich zu N+-Patientinnen weniger Rezidive außerhalb des Bestrahlungsfelds (p = <0,001) und ein besseres brustkrebsspezifisches Überleben (p = 0,025). Grundsätzlich traten überwiegend leichte und moderate (<Grad 3) akute und chronische Hautveränderungen auf.
Schlussfolgerung
Die Re-RT mit 45 Gy nach Mastektomie oder brusterhaltender Operation erzielte ein gutes onkologisches Outcome und war zudem gut verträglich.
| Titel in Übersetzung | Local recurrence of breast cancer: conventionally fractionated partial external beam re-irradiation with curative intention |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Strahlentherapie und Onkologie |
| Jahrgang | 194 |
| Ausgabenummer | 9 |
| Seiten (von - bis) | 806-814 |
| Seitenumfang | 9 |
| ISSN | 0179-7158 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.09.2018 |