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CRAVING - EINE AUSREICHEND FUNDIERTES KONZEPT?

T. Wetterling*, C. Veltrup, K. Junghanns

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Viele Alkohol-, Nikotin- und Drogenabhängige berichten über ein fast unwiderstehliches Verlangen, sich die psychotrope Substanz wieder zuzuführen. Dieses Phänomen wird meist mit "Craving" bezeichnet. Es wird von vielen Abhängigen als wesentlicher Grund für Rückfälle bzw. für die Unfähigkeit zur Abstinenz angegeben. In letzter Zeit wurde eine Reihe von Medikamenten mit einem "Anti-Craving"-Effekt entwickelt. Sie befinden sich z.Z. in der klinischen Erprobung. In diesem Zusammenhang erscheint eine kritische Überprüfung des Konzepts "Craving" notwendig. In dieser Übersicht werden die psychologischen Bedingungskonstellationen des Cravings dargestellt. Auch wird der Frage nachgegangen, inwieweit biochemisch faßbare Veränderungen bei Abhängigen ein Craving erklären können. Aufbauend auf den bisher publizierten Ergebnissen wurde ein neues umfassendes psychobiologisches Konzept mit zwei Ausprägungsformen (Craving im frühen Entzug und Craving nach längerer Abstinenz) entwickelt. Dieses wird in Hinblick auf mögliche therapeutische Ansätze diskutiert.
Titel in ÜbersetzungCraving - A concise concept?
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftFortschritte der Neurologie Psychiatrie
Jahrgang64
Ausgabenummer4
Seiten (von - bis)142-152
Seitenumfang11
ISSN0720-4299
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 04.1996

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

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