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Computerspiel- und Internetsucht: Der aktuelle Forschungsstand

F. Rehbein*, T. Mößle, N. Arnaud, H. J. Rumpf

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

Abstract

Interaktive Bildschirmmedien sind weit verbreitet und führen bei einem Teil der Nutzer zu einem pathologischen Gebrauch, der phänomenologisch deutliche Ähnlichkeiten zu Suchterkrankungen aufweist. Zu unterscheiden sind dabei die suchthafte Nutzung von Computerspielen und weiterer Internetaktivitäten wie die Nutzung sozialer Netzwerke. In der Vergangenheit fehlten einheitliche Klassifikationskriterien für diese neue Störung. Das DSM-5 macht hierzu den Vorschlag einer 9 Kriterien umfassenden Forschungsdiagnose, welche sich zunächst auf den besser untersuchten Bereich der Computerspiele bezieht. Studien zur Prävalenz sind wegen fehlender einheitlicher Diagnostik schwer vergleichbar und ergeben in der deutschen Allgemeinbevölkerung für Internetabhängigkeit eine Häufigkeit zwischen 1 und 4,2 %. In jüngeren Altersgruppen steigen die Raten deutlich an. Für Computerspielabhängigkeit lässt sich im Jugendalter eine Prävalenz zwischen 0,9 und 1,7 % schätzen. Trotz erheblicher komorbider Belastungen der Betroffenen weist die Forschung auf einen eigenständigen Störungscharakter abhängiger Mediennutzung hin.
Titel in ÜbersetzungVideo game and internet addiction: The current state of research
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftNervenarzt
Jahrgang84
Ausgabenummer5
Seiten (von - bis)569-575
Seitenumfang7
ISSN0028-2804
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 05.2013

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

Fingerprint

Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Computerspiel- und Internetsucht: Der aktuelle Forschungsstand“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.

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