Abstract
Hintergrund: Vor dem Hintergrund des Ärztemangels ist es wichtig, die Erwartungen und Interessen der nachrückenden Ärztegeneration bezüglich ihres Berufswunsches zu kennen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Berufswunsch von Medizinstudierenden zu erheben und mögliche Einflussfaktoren auf diesen zu ermitteln.
Methode: Von Januar bis Februar 2010 nahmen insgesamt 1299 der 12 062 Medizinstudierenden der fünf medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg an einer Online-Befragung teil. Neben soziodemographischen Daten wurden in der vorliegenden Analyse das angestrebte Fachgebiet sowie Aspekte zur Planungssicherheit untersucht.
Ergebnisse: Etwa 75 % der Studierenden gaben ein Wunsch-Fachgebiet an, wobei sich eine Dominanz der Gebiete Innere Medizin (n = 152), Gynäkologie (n = 127), Pädiatrie (n = 125), Chirurgie (n = 115), Anästhesiologie (n = 101) und Allgemeinmedizin (n = 88) zeigte. Die Angabe des Wunschfachgebietes schwankt gebiets- und studienabschnittsabhängig teilweise stark. Chirurgie als späteres Berufsziel ist eher für Studierende am Anfang ihres Studiums attraktiv. Das Interesse am Gebiet Innere Medizin nimmt im Laufe des Studiums zu. Beim Aspekt der Planungssicherheit ist für die Medizinstudierenden wichtig „in einem Beruf zu arbeiten, der Zukunft hat” (61,2 % trifft völlig zu), „einen sicheren Arbeitsplatz zu haben” (57,7 %) bzw. „ein sicheres Einkommen zu haben” (57,1 %). Weniger entscheidend wurde der Aspekt „gute Verdienstmöglichkeiten zu haben” bewertet (29,6 %).
Folgerung: Bei schwankendem Interesse im Studienverlauf haben Faktoren wie Planungssicherheit und gute Zukunftsaussichten, aber auch das Studium selbst für die Studierenden einen hohen Stellenwert bei der Gebietswahl. Erfolgversprechende Maßnahmen gegen den Nachwuchsmangel müssen sich an diesen Faktoren orientieren – sei es im Hinblick auf das Studium selbst oder die Rahmenbedingungen der späteren Tätigkeit betreffend.
Methode: Von Januar bis Februar 2010 nahmen insgesamt 1299 der 12 062 Medizinstudierenden der fünf medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg an einer Online-Befragung teil. Neben soziodemographischen Daten wurden in der vorliegenden Analyse das angestrebte Fachgebiet sowie Aspekte zur Planungssicherheit untersucht.
Ergebnisse: Etwa 75 % der Studierenden gaben ein Wunsch-Fachgebiet an, wobei sich eine Dominanz der Gebiete Innere Medizin (n = 152), Gynäkologie (n = 127), Pädiatrie (n = 125), Chirurgie (n = 115), Anästhesiologie (n = 101) und Allgemeinmedizin (n = 88) zeigte. Die Angabe des Wunschfachgebietes schwankt gebiets- und studienabschnittsabhängig teilweise stark. Chirurgie als späteres Berufsziel ist eher für Studierende am Anfang ihres Studiums attraktiv. Das Interesse am Gebiet Innere Medizin nimmt im Laufe des Studiums zu. Beim Aspekt der Planungssicherheit ist für die Medizinstudierenden wichtig „in einem Beruf zu arbeiten, der Zukunft hat” (61,2 % trifft völlig zu), „einen sicheren Arbeitsplatz zu haben” (57,7 %) bzw. „ein sicheres Einkommen zu haben” (57,1 %). Weniger entscheidend wurde der Aspekt „gute Verdienstmöglichkeiten zu haben” bewertet (29,6 %).
Folgerung: Bei schwankendem Interesse im Studienverlauf haben Faktoren wie Planungssicherheit und gute Zukunftsaussichten, aber auch das Studium selbst für die Studierenden einen hohen Stellenwert bei der Gebietswahl. Erfolgversprechende Maßnahmen gegen den Nachwuchsmangel müssen sich an diesen Faktoren orientieren – sei es im Hinblick auf das Studium selbst oder die Rahmenbedingungen der späteren Tätigkeit betreffend.
| Titel in Übersetzung | Aspirations of medical students: "Planning for a secure career"- Results of an online-survey among students at five medical schools in Germany |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Deutsche Medizinische Wochenschrift |
| Jahrgang | 136 |
| Ausgabenummer | 6 |
| Seiten (von - bis) | 253-257 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 0012-0472 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 08.02.2011 |
UN SDGs
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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