Behandlungsfehlervorwürfe in der notfall- und rettungsmedizin sowie der notaufnahme

B. Madea*, J. Preuß, R. Dettmeyer

*Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit
5 Zitate (Scopus)

Abstract

Basierend auf einer multizentrischen Obduktionsstudie zu strafrechtlichen Behandlungsfehlervorwürfen gegen Ärzte werden Fälle dargestellt, die Notärzte, Rettungsassistenten und Notaufnahmepersonal betreffen. Notärzte sind deutlich seltener von Fehlervorwürfen betroffen als Notdienstärzte. Häufigste Vorwürfe waren unzureichende Diagnostik/Behandlung, das Stellen einer Fehldiagnose bzw. unterlassene Krankenhauseinweisung. Häufig wurden Myokardinfarkte übersehen. Bei der Quote bejahter Behandlungsfehler liegen Notärzte mit 10,2% deutlich hinter anderen Berufsgruppen. Klassischer Vorwurf gegenüber Rettungsassistenten ist die unterlassene Verbringung in ein Krankenhaus bzw. die fehlende Hinzuziehung eines Notarztes. Behandlungsfehlervorwürfe mit nachweisbarer Kausalität für den Todeseintritt stellen eher die Ausnahme dar. Die Obduktionsbefunde exkulpieren in der Regel den beschuldigten Arzt, sodass in entsprechenden Fällen eine behördliche Todesursachenklärung veranlasst werden sollte.
Titel in ÜbersetzungMedical malpractice claims in emergency medicine
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftNotfall und Rettungsmedizin
Jahrgang10
Ausgabenummer8
Seiten (von - bis)569-578
Seitenumfang10
ISSN1434-6222
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 12.2007

Fingerprint

Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Behandlungsfehlervorwürfe in der notfall- und rettungsmedizin sowie der notaufnahme“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.

Zitieren