Abstract
□ Hintergrund
Bactericidal permeability increasing protein (BPI) ist ein antibakteriell wirksames Granulozytenprodukt, das Zielantigen für Antineutrophilenzytoplasma-Antikörper (ANCA) sein kann. Die klinischen Assoziationen von Autoantikörpern gegen BPI (BPI-ANCA) sind weitgehend unklar.
□ Patienten und Methoden
Es wurden 587 Seren von Patienten mit chronischen entzündlichen Darmerkrankungen, entzündlichen hepatobiliären Erkrankungen, primären systemischen Vaskulitiden und anderen entzündlichen rheumatischen Erkrankungen mittels indirektem Immunfluoreszenztest und monospezifischem ELISA auf BPI-ANCA untersucht.
□ Ergebnisse
Die Prävalenz von BPI-ANCA betrug 43% bei der Colitis ulcerosa, 23% beim Morbus Crohn, 35% bei der primären sklerosierenden Cholangitis, 25% bei der primären biliären Leberzirrhose und 29% bei autoimmunen Hepatitiden. Die Prävalenz bei einem Spektrum von systemischen Vaskulitiden, entzündlichen Gelenkerkrankungen und Kollagenosen lag bei lediglich 3 bis 11%. Im Gegensatz zu PR3-ANCA und MPO-ANCA zeigte BPI-ANCA keine Assoziation zu einem bestimmten Färbemuster im Immunfluoreszenztest auf äthanol- und formalinfixierten Granulozyten.
□ Schlußfolgerung
Diese Studie zeigt, daß BPI-ANCA neben PR3-ANCA und MPO-ANCA die dritte immundiagnostisch nutzbare ANCA-Spezifität mit einem begrenzten Spektrum von klinischen Assoziationen ist. Die diagnostische und prognostische Relevanz von BPI-ANCA bei den beschriebenen Erkrankungen wird derzeit prospektiv untersucht.
Bactericidal permeability increasing protein (BPI) ist ein antibakteriell wirksames Granulozytenprodukt, das Zielantigen für Antineutrophilenzytoplasma-Antikörper (ANCA) sein kann. Die klinischen Assoziationen von Autoantikörpern gegen BPI (BPI-ANCA) sind weitgehend unklar.
□ Patienten und Methoden
Es wurden 587 Seren von Patienten mit chronischen entzündlichen Darmerkrankungen, entzündlichen hepatobiliären Erkrankungen, primären systemischen Vaskulitiden und anderen entzündlichen rheumatischen Erkrankungen mittels indirektem Immunfluoreszenztest und monospezifischem ELISA auf BPI-ANCA untersucht.
□ Ergebnisse
Die Prävalenz von BPI-ANCA betrug 43% bei der Colitis ulcerosa, 23% beim Morbus Crohn, 35% bei der primären sklerosierenden Cholangitis, 25% bei der primären biliären Leberzirrhose und 29% bei autoimmunen Hepatitiden. Die Prävalenz bei einem Spektrum von systemischen Vaskulitiden, entzündlichen Gelenkerkrankungen und Kollagenosen lag bei lediglich 3 bis 11%. Im Gegensatz zu PR3-ANCA und MPO-ANCA zeigte BPI-ANCA keine Assoziation zu einem bestimmten Färbemuster im Immunfluoreszenztest auf äthanol- und formalinfixierten Granulozyten.
□ Schlußfolgerung
Diese Studie zeigt, daß BPI-ANCA neben PR3-ANCA und MPO-ANCA die dritte immundiagnostisch nutzbare ANCA-Spezifität mit einem begrenzten Spektrum von klinischen Assoziationen ist. Die diagnostische und prognostische Relevanz von BPI-ANCA bei den beschriebenen Erkrankungen wird derzeit prospektiv untersucht.
| Titel in Übersetzung | Bactericidal Permeability Increasing Protein (BPI)-ANCA-A Marker of Chronic Inflammatory Bowel Diseases and Inflammatory Hepatobiliary Diseases |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Medizinische Klinik |
| Jahrgang | 92 |
| Ausgabenummer | 7 |
| Seiten (von - bis) | 389-393 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 0723-5003 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 15.07.1997 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Infektion und Entzündung - Zentrum für Infektions- und Entzündungsforschung Lübeck (ZIEL)
Fingerprint
Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Bactericidal permeability increasing protein (BPI)-ANCA markiert chronische entzundliche darmerkrankungen und entzundliche hepatobiliare erkrankungen“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Zitieren
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