Abstract
Einleitung
Die Radiofrequenzablation (RFA) stellt eine neue Methode zur lokalen Destruktion von Lebertumoren dar. Indikationsstellung und Durchführung sind gegenwärtig nicht ausreichend validiert.
Methode
Zur Erfassung des aktuellen Standes der RFA in Deutschland wurden 2026 Kliniken mittels standardisiertem Fragebogen befragt.
Ergebnisse
Bei einer Rücklaufquote von 17,5% setzten 58 Abteilungen die RFA zum Befragungszeitpunkt ein und behandelten ca. 1700 Patienten. 25,9% sahen eine Indikation bereits bei potenziell kurativ resezierbaren Tumoren, 22,4% auch bei erwarteter inkompletter Ablation zur Tumormassenreduktion. 75% kombinieren Resektion und RFA zur Erzielung einer „R-0-Situation“. Die maximale Tumorgröße zur vollständigen Ablation wird mit 3–11 cm angegeben. Als Kontraindikationen wurden am häufigsten Tumorgröße, Tumoranzahl, kritische Tumorlokalisationen und Einschränkungen der Leberfunktion genannt.
Schlussfolgerungen
Die Umfrage dokumentiert eine landesweit erhebliche Diskrepanz bei Indikation, Durchführung und Ergebnissen der RFA in der Behandlung von Lebertumoren. Fehlende Standards und eine Überschätzung der methodischen Möglichkeiten können zu einem unkritischen Einsatz, Abweichung von Standardtherapien oder unbefriedigenden Ergebnissen führen.
Die Radiofrequenzablation (RFA) stellt eine neue Methode zur lokalen Destruktion von Lebertumoren dar. Indikationsstellung und Durchführung sind gegenwärtig nicht ausreichend validiert.
Methode
Zur Erfassung des aktuellen Standes der RFA in Deutschland wurden 2026 Kliniken mittels standardisiertem Fragebogen befragt.
Ergebnisse
Bei einer Rücklaufquote von 17,5% setzten 58 Abteilungen die RFA zum Befragungszeitpunkt ein und behandelten ca. 1700 Patienten. 25,9% sahen eine Indikation bereits bei potenziell kurativ resezierbaren Tumoren, 22,4% auch bei erwarteter inkompletter Ablation zur Tumormassenreduktion. 75% kombinieren Resektion und RFA zur Erzielung einer „R-0-Situation“. Die maximale Tumorgröße zur vollständigen Ablation wird mit 3–11 cm angegeben. Als Kontraindikationen wurden am häufigsten Tumorgröße, Tumoranzahl, kritische Tumorlokalisationen und Einschränkungen der Leberfunktion genannt.
Schlussfolgerungen
Die Umfrage dokumentiert eine landesweit erhebliche Diskrepanz bei Indikation, Durchführung und Ergebnissen der RFA in der Behandlung von Lebertumoren. Fehlende Standards und eine Überschätzung der methodischen Möglichkeiten können zu einem unkritischen Einsatz, Abweichung von Standardtherapien oder unbefriedigenden Ergebnissen führen.
| Titel in Übersetzung | Present state of radio frequency ablation of liver tumors in Germany |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Chirurg |
| Jahrgang | 75 |
| Ausgabenummer | 4 |
| Seiten (von - bis) | 417-423 |
| Seitenumfang | 7 |
| ISSN | 0009-4722 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 04.2004 |
UN SDGs
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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