Abstract
Hintergrund
Die medizinische Ausbildung wird zunehmend kompetenzbasiert. In den letzten beiden Jahrzehnten wurden daher unterschiedliche Kompetenzmodelle veröffentlicht. Ein Kompetenzfeld ist das der Professionalität, wobei bisher noch keine einheitliche Definition für dieses Kompetenzfeld gefunden wurde. Ziel der hier berichteten Studie war die Übersetzung und Adaptation der „Nijmegen Professionalism Scale“, ein Instrument zur Beurteilung von Professionalität, auf die deutsche Weiterbildungssituation sowie die Überprüfung der psychometrischen Eigenschaften, der Test-Retest-Reliabilität und Anwendbarkeit des neuen Instruments in der Weiterbildung. Zusätzlich sollte die Validität des theoretischen Konstrukts des Instruments überprüft werden. Damit sollte ein Beispiel für den Transfer von Instrumenten zur Überprüfung des Kompetenzfelds über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg gezeigt werden.
Methoden
Es wurde eine Übersetzung und kulturelle Adaptation der „Nijmegen Professional Scale“ in die deutsche Sprache (Professionalitäts-Skala Deutschland, Pro-D) durchgeführt. Die psychometrischen Eigenschaften wurden mittels Cronbachs α, deskriptiver Statistik und der Betrachtung der Test-Retest-Reliabilität geprüft. Zur Validierung des theoretischen Konstrukts des Instruments wurde eine konfirmatorische Faktorenanalyse durchgeführt. Die Anwendbarkeit auf die deutsche Weiterbildungssitutation wurde in Gruppeninterviews mit Ärzten in Weiterbildung und deren Weiterbildern evaluiert.
Ergebnisse
Insgesamt 133 Ärzte in Weiterbildung füllten das neue Instrument Pro-D aus. Die Ergebnisse zeigten eine hohes Maß an interner Konsistenz (Cronbach α 0,93) und eine gute Test-Retest-Reliabilität (Spearmans Rangsummen-Korrelation und der Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test) für das neue Instrument an. Eine konfirmatorische Faktorenanalyse konnte das theoretische Konstrukt nicht bestätigen. Das Instrument zeigte eine gute Veränderungssensitivität. Die durchgeführten Interviews bestätigten die Anwendbarkeit in der deutschen Weiterbildung.
Schlussfolgerungen
Die Pro-D weist gute psychometrische Eigenschaften auf. Die Bestätigung des theoretischen Konstrukts in der konfirmatorischen Faktorenanalyse schlug fehl. Dennoch kann diese Studie als Hinweis für den Transfer eines Instruments zur Überprüfung des Kompetenzfeldes über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg angesehen werden.
Die medizinische Ausbildung wird zunehmend kompetenzbasiert. In den letzten beiden Jahrzehnten wurden daher unterschiedliche Kompetenzmodelle veröffentlicht. Ein Kompetenzfeld ist das der Professionalität, wobei bisher noch keine einheitliche Definition für dieses Kompetenzfeld gefunden wurde. Ziel der hier berichteten Studie war die Übersetzung und Adaptation der „Nijmegen Professionalism Scale“, ein Instrument zur Beurteilung von Professionalität, auf die deutsche Weiterbildungssituation sowie die Überprüfung der psychometrischen Eigenschaften, der Test-Retest-Reliabilität und Anwendbarkeit des neuen Instruments in der Weiterbildung. Zusätzlich sollte die Validität des theoretischen Konstrukts des Instruments überprüft werden. Damit sollte ein Beispiel für den Transfer von Instrumenten zur Überprüfung des Kompetenzfelds über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg gezeigt werden.
Methoden
Es wurde eine Übersetzung und kulturelle Adaptation der „Nijmegen Professional Scale“ in die deutsche Sprache (Professionalitäts-Skala Deutschland, Pro-D) durchgeführt. Die psychometrischen Eigenschaften wurden mittels Cronbachs α, deskriptiver Statistik und der Betrachtung der Test-Retest-Reliabilität geprüft. Zur Validierung des theoretischen Konstrukts des Instruments wurde eine konfirmatorische Faktorenanalyse durchgeführt. Die Anwendbarkeit auf die deutsche Weiterbildungssitutation wurde in Gruppeninterviews mit Ärzten in Weiterbildung und deren Weiterbildern evaluiert.
Ergebnisse
Insgesamt 133 Ärzte in Weiterbildung füllten das neue Instrument Pro-D aus. Die Ergebnisse zeigten eine hohes Maß an interner Konsistenz (Cronbach α 0,93) und eine gute Test-Retest-Reliabilität (Spearmans Rangsummen-Korrelation und der Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test) für das neue Instrument an. Eine konfirmatorische Faktorenanalyse konnte das theoretische Konstrukt nicht bestätigen. Das Instrument zeigte eine gute Veränderungssensitivität. Die durchgeführten Interviews bestätigten die Anwendbarkeit in der deutschen Weiterbildung.
Schlussfolgerungen
Die Pro-D weist gute psychometrische Eigenschaften auf. Die Bestätigung des theoretischen Konstrukts in der konfirmatorischen Faktorenanalyse schlug fehl. Dennoch kann diese Studie als Hinweis für den Transfer eines Instruments zur Überprüfung des Kompetenzfeldes über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg angesehen werden.
| Titel in Übersetzung | Adaptation, psychometric properties and feasibility of the Professionalism Scale Germany |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen |
| Jahrgang | 113 |
| Seiten (von - bis) | 66-75 |
| Seitenumfang | 10 |
| ISSN | 1865-9217 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.01.2016 |
Fördermittel
The study was funded by the young scientists programme of the German network ‘Health Services Research Baden-Württemberg’ of the Ministry of Science, Research and Arts in collaboration with the Ministry of Employment and Social Order, Family, Woman and Senior Citizens, Baden-Württemberg, Germany.
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Profilbereich: Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung (ZBV)
Fingerprint
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