Abstract
Hintergrund: Die Altersstruktur der hausärztlich praktizierenden Ärzte stellt eine Herausforderung für die Sicherstellung der flächendeckenden medizinischen Versorgung für die Zukunft dar. Ziel dieser Studie ist, die derzeitige hausärztliche Versorgungssituation aus der Sicht von Bürgermeistern als Vertreter der kommunalen Ebene zu erheben. Die so erhaltenen Ergebnisse können das Thema Über- und Unterversorgung sowie die andauernde Bedarfsplanungsdiskussion um die Perspektive der kommunalen Ebene bereichern.
Methoden: Allen 1101 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in Baden-Württemberg wurde im Mai 2011 ein selbstentwickelter Fragebogen zugeschickt. Bei der Auswertung wurden der subjektiven Einschätzung der Teilnehmer bezüglich der räumlichen Lage die Siedlungstypen, die durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vorgegeben sind, gegenübergestellt.
Ergebnisse: Die Rücklaufquote betrug 63% (n=698). Eine ländliche Gemeindelage gaben rund 70% (n =468) der Bürgermeister an, laut BBSR Siedlungstypisierung kamen die Antworten in 26% (n=177) aus ländlichen Gemeinden. Nach Angaben der teilnehmenden Bürgermeister wurden knapp 54% (n=355) der Gemeinden rein hausärztlich versorgt. Aus den Angaben wurde eine erlebte hausärztliche Unterversorgung für 13,5% (n=86) der Gemeinden errechnet. Hiervon waren ländliche wie nicht-ländliche Gemeinden betroffen. In Gemeinden bis 20 000 Einwohner sei das Verhältnis Hausarzt zu Facharzt annähernd 60:40. In größeren Städten sind angeblich verhältnismäßig mehr Spezialisten tätig.
Schlussfolgerung: In über der Hälfte der Gemeinden scheint kein niedergelassener Spezialist zu praktizieren. Eine Akkumulation von spezialistisch tätigen Ärzten in größeren Städten wurde angegeben. Der Hausärztemangel scheint vor allem subjektiv erlebt zu werden. Die Einschätzung der geografischen Lage einer Gemeinde differiert deutlich zwischen subjektiver Sicht und der BBSR Siedlungstypisierung. Diese Diskrepanz könnte auf die Außendarstellung der Gemeinden im Wettbewerb um ärztlichen Nachwuchs Auswirkungen haben.
Methoden: Allen 1101 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in Baden-Württemberg wurde im Mai 2011 ein selbstentwickelter Fragebogen zugeschickt. Bei der Auswertung wurden der subjektiven Einschätzung der Teilnehmer bezüglich der räumlichen Lage die Siedlungstypen, die durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) vorgegeben sind, gegenübergestellt.
Ergebnisse: Die Rücklaufquote betrug 63% (n=698). Eine ländliche Gemeindelage gaben rund 70% (n =468) der Bürgermeister an, laut BBSR Siedlungstypisierung kamen die Antworten in 26% (n=177) aus ländlichen Gemeinden. Nach Angaben der teilnehmenden Bürgermeister wurden knapp 54% (n=355) der Gemeinden rein hausärztlich versorgt. Aus den Angaben wurde eine erlebte hausärztliche Unterversorgung für 13,5% (n=86) der Gemeinden errechnet. Hiervon waren ländliche wie nicht-ländliche Gemeinden betroffen. In Gemeinden bis 20 000 Einwohner sei das Verhältnis Hausarzt zu Facharzt annähernd 60:40. In größeren Städten sind angeblich verhältnismäßig mehr Spezialisten tätig.
Schlussfolgerung: In über der Hälfte der Gemeinden scheint kein niedergelassener Spezialist zu praktizieren. Eine Akkumulation von spezialistisch tätigen Ärzten in größeren Städten wurde angegeben. Der Hausärztemangel scheint vor allem subjektiv erlebt zu werden. Die Einschätzung der geografischen Lage einer Gemeinde differiert deutlich zwischen subjektiver Sicht und der BBSR Siedlungstypisierung. Diese Diskrepanz könnte auf die Außendarstellung der Gemeinden im Wettbewerb um ärztlichen Nachwuchs Auswirkungen haben.
| Titel in Übersetzung | Oversupplied? Undersupplied? - The Perspective of Local Governments of the Federal State of Baden-Württemberg: A Contribution to the Discussion of Close-to-Home Health Care |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Gesundheitswesen |
| Jahrgang | 77 |
| Ausgabenummer | 12 |
| Seiten (von - bis) | e179-e183 |
| Seitenumfang | 5 |
| ISSN | 0941-3790 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 01.12.2015 |
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-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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