Abstract
Bei Interventionsstudien werden häufig Fragebögen zur Erfassung von patient reported outcomes eingesetzt. Bei indirekter Veränderungsmessung kann man die Probanden in „Erfolgreiche“ und „Erfolglose“ einteilen, indem man eine kritische Schwelle der Messwertdifferenzen (minimal important difference, MID) definiert. Wegen der unvermeidlichen Messfehler kommt es zu Fehlklassifikationen. Falsch Positive und falsch Negative gleichen sich dabei in der Regel nicht aus: Liegt die MID über der durchschnittlichen Differenz, werden die Erfolge überschätzt. Liegt die MID unter der durchschnittlichen Differenz, werden die Erfolge unterschätzt. Der Fehler kann erheblich sein. Unter den Annahmen der klassischen Testtheorien lässt sich der Anteil der wahren Erfolge berechnen. Es wird ein neues, einfaches Rechenverfahren vorgestellt, das messfehlerbereinigte Erfolgsquotenschätzungen vornehmen kann. Anhand von echten Daten werden die Konsequenzen des Verfahrens demonstriert. Es wird empfohlen, diese wahren Erfolge anzugeben. Dies gilt auch für Vergleiche mit Kontrollbedingungen.
| Titel in Übersetzung | Over- and Underestimation of Success Rates |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Gesundheitswesen |
| Jahrgang | 77 |
| Ausgabenummer | 6 |
| Seiten (von - bis) | 426-431 |
| Seitenumfang | 6 |
| ISSN | 0941-3790 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 07.07.2014 |
UN SDGs
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
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Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Über- und Unterschätzung von Erfolgsquoten“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Zitieren
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