FOR 457, Teilprojekt: Gedächtniskonsolidierung im gestörten Schlaf: psychologische und neuroendokrine Prozesse

Projekt: DFG-ProjekteDFG-Verbundforschung: Forschergruppen/ Klinische Forschergruppen

Projektdetails

Projektbeschreibung

Das Projekt untersucht die Zusammenhänge von Schlaf-EEG, Aktivierung der HHN-Achse und schlaf-assoziierter Gedächtnisbildung bei Patienten mit Durchschlafstörungen und guten Schläfern. Es wird angenommen, daß einerseits die schlaf-assoziierte Gedächtniskonsolidierung beeinträchtigt ist, wenn der Schlaf gestört ist und andererseits Gedächtnisbildungsprozesse wie Antizipationen (die Befürchtungen von Patienten mit Insomnie, nicht durchschlafen zu können) und Konditionierungen die Schlaf-Wach-Regulierung mit steuern. Dabei werden folgende Annahmen überprüft: 1. Gedächtnisprozesse im Sinne von Erwartungseffekten und Konditionierungsprozessen sind an der Steuerung nächtlichen Erwachens und damit entscheidend an der Entstehung und Aufrechterhaltung einer primären Insomnie beteiligt. Experimentell soll gezeigt werden, daß die Erwartung zu erwachen vor allem in der 2. Nachthälfte zu einer gegenüber dem spontanen Verlauf vorzeitigen und stärkeren Aktivierung der HHN-Achse führt und daß dieser Effekt durch Konditionierungsprozesse auch in der 1. Nachthälfte (in der normalerweise das HHN-System gehemmt ist) herbeigeführt werden kann. 2. Als Folge der Schlafstörung mit vermindertem Tiefschlafanteil, der frakktionierten Schlafstruktur mit ähnlichen Wachperioden sowie erhöhter Aktivierung des HHN-Systems kommt es bei Insomnie-Patienten gegenüber guten Schläfern zu Beeinträchtigungen der nächtlichen Konsolidierung vor allen beim deklarativen Gedächtnis. 3. Experimentell soll darüber hinaus die zur Gedächtniskonsolidierung förderliche und erforderliche Schlafdauer und -architektur näher eingegrenzt werden.
Statusabgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende01.01.0231.12.07

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):

  • SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

DFG-Fachsystematik

  • 206-10 Klinische Psychiatrie, Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie