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Rechtshemisphärischer Vorteil für Zielreizverarbeitung in schnellen Reizfolgen: Zur Rolle von Aufmerksamkeit, Emotion und zeitlicher Reihenfolge

  • Kaernbach, Christian (Projektleiter*in (PI))
  • Verleger, Rolf (Projektleiter*in (PI))

Projekt: DFG EinzelprojekteDFG Einzelförderungen (Sachbeihilfen)

Projektdaten

Projektbeschreibung

Bei Kapazitätsbelastung des Wahrnehmungssystems durch vorhergehende Zielreize hat schnell dargebotene Information in der linken Hälfte des visuellen Felds eine wesentlich bessere Chance, bewusst wahrgenommen zu werden, als in der rechten Hälfte. Ein Verständnis der psychologischen und neurophysiologischen Mechanismen dieser Asymmetrie wurde im bisherigen Projektverlauf angestrebt. Es zeigte sich, dass die Asymmetrie weder einen Wahrnehmungs- noch einen Kapazitätsvorteil der (für das linke Halbfeld zuständigen) rechten Hemisphäre ausdrückt noch kulturell durch gelernte Leserichtung bedingt ist. Als Hypothese schälte sich vielmehr heraus, dass die Asymmetrie vermutlich einen Vorteil der rechten Hemisphäre darin ausdrückt, die Aufmerksamkeit reaktiv auf externe wichtige Reize zu richten. Für diese Hypothese sollen nun positive Belege erbracht werden: (1) experimentalpsychologisch, durch systematische Manipulation der Ausrichtung von Aufmerksamkeit, und (2) neurophysiologisch, durch Angehen des rechten temporo-parietalen Übergangs als Zielzone von interferiereder Magnetstimulation, und durch Analyse der Rechts-Links-Asymmetrien im spontanen EEG und im durch Distraktoren und Zielreize ausgelösten EEG-Potential. Darüber hinaus soll (3) untersucht werden, ob der Halbfeldvorteil über die bewusste Identifizierung hinaus auch für bewusste und unbewusste emotionale Reaktionen gilt, und (4) sollen paradoxe, in der Zeit scheinbar rückwärtsgerichtete Effekte der schnell dargebotenen Zielreize weiter untersucht und modelliert werden.

Ergebnisbericht

In the current project we were trying to analyze how emotional and cognitive processes might interact with each other. Two models of affective and cognitive processing were tested: firstly, “the high and low road” model of LeDoux, and secondly the multiple-waves model of Pessoa & Adolph. In a series of experiments we were combining the dual-stream RSVP task (cognitive processing) with classical conditioning (emotional processing). Results indicate the multiple-waves model as adequate description of cognitive and emotional processing. The right-hemisphere advantage, which was previously observed in the dual-stream RSVP task, appears also when the emotional load is added to the task. It might be seen first as an universal phenomenon, independent of the task and secondly as the right hemisphere advantage in directing attention to salient events, both cognitive and emotional.
Statusabgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende01.01.0801.01.15

Partner

  • Christian-Albrechts Universität zu Kiel (Co-PI) (Leitung)

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

Mittelgeber

  • DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)

DFG-Fachsystematik

  • 1.22-01 Allgemeine, Kognitive und Mathematische Psychologie

ASJC Scopus Fachgebiete

  • Neurologie

Fingerprint

Erkunden Sie die Forschungsthemen zu diesem Projekt. Diese Zuordnungen werden Bewilligungen und Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.