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Vorhersage psychosozialer Langzeitbelastung und relevanter Teilhabeeinschränkungen bei Brustkrebs-Rehabilitandinnen: Entwicklung eines Prädiktionsmodells

Projekt: Projekte aus BundesmittelnDRV-Projekte (Deutsche Rentenversicherung)

Projektdaten

Projektbeschreibung

Infolge einer Brustkrebserkrankung und deren Therapie berichten viele Betroffene über körperliche Einschränkungen, Funktionsstörungen sowie psychosoziale Belastungen. Diese gehen häufig mit einer verminderten Lebensqualität und eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe einher. Nach Abschluss der akuten Tumorbehandlung besteht in Deutschland die Möglichkeit, eine onkologische Rehabilitation in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, Funktionsstörungen zu reduzieren, Teilhabeeinschränkungen abzubauen und gesundheitsförderliche Strategien zu vermitteln.
In einem Vorgängerprojekt wurde untersucht, ob sich unter Rehabilitandinnen mit Brustkrebs unterschiedliche Beschwerdeprofile identifizieren lassen. Hierzu wurde eine Clusteranalyse auf Basis von Sekundärdaten der ReNaApp-Studie (DRKS00019017) durchgeführt. Insgesamt wurden N = 437 Rehabilitandinnen im Alter von 18 bis 60 Jahren zu Beginn und am Ende der Anschlussrehabilitation sowie ein Jahr später mittels standardisierter Patient-Reported-Outcome-Measurements befragt. In die Analyse gingen Längsschnittdaten zu Teilhabeeinschränkungen (IMET), Lebensqualität (EORTC QLQ-C30), physischer Fatigue (EORTC QLQ-FA12) und Depressivität (CES-D) ein.
Die Analyse ermittelte drei Cluster mit niedrigem, mittlerem und hohem Beschwerdeprofil. Rehabilitandinnen des hochbelasteten Clusters wiesen zu allen Messzeitpunkten die stärksten Einschränkungen hinsichtlich Teilhabe, Fatigue, Depressivität und Lebensqualität auf. Auch im Hinblick auf die berufliche Teilhabe zeigten sich deutliche Unterschiede: Ein Jahr nach der Rehabilitation waren jeweils 90 % der Frauen aus den niedrigen und mittel belasteten Clustern erwerbstätig, im hochbelasteten Cluster hingegen nur 61 %. Die Analyse identifizierte damit eine besonders vulnerable Subgruppe mit anhaltend hohen gesundheitlichen Einschränkungen, reduzierten Rehabilitationserfolgen und eingeschränkter beruflicher Wiedereingliederung.
Vor diesem Hintergrund hat die frühzeitige Identifikation besonders belasteter Rehabilitandinnen eine hohe sozialmedizinische Relevanz. Zwar existieren etablierte Instrumente zur Erfassung psychischer Belastungen, diese dienen jedoch primär der Beschreibung aktueller Symptome. Ein prädiktives Instrument zur frühzeitigen Risikoerkennung könnte dagegen eine bedarfsgerechte Zuweisung intensivierter Interventionen ermöglichen.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung eines prädiktiven Screening-Instruments zur Identifikation von Rehabilitandinnen mit erhöhtem Risiko für anhaltende psychosoziale Belastungen und Einschränkungen der beruflichen Teilhabe. Die Erprobung wird hinsichtlich Verständlichkeit und Praktikabilität im Rehabilitationsalltag bewertet.
KurztitelPREDICT
AkronymPREDICT
StatusNicht begonnen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende01.08.2631.01.27

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Profilbereich: Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung (ZBV)

Eigene Keywords der Institute, Kliniken und Arbeitsgruppen

  • Sozialmedizin FB IV - Rehabilitationsforschung

Fingerprint

Erkunden Sie die Forschungsthemen zu diesem Projekt. Diese Zuordnungen werden Bewilligungen und Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.