Nicht-Unterlegenheit einer hybriden ambulanten orthopädischen Rehabilitation: eine randomisierte kontrollierte Studie

Projekt: Projekte aus BundesmittelnDRV-Projekte

Projektdetails

Projektbeschreibung

Hintergrund: Digitale bzw. tele-rehabilitative Therapiemaßnahmen erfahren im rehabilitativen Setting zunehmend an Bedeutung und eröffnen die Chance einer flexibleren Durchführung der Rehabilitation. Studien bei muskuloskelettalen und internistischen Erkrankungen einschließlich Rückenschmerzen legen nahe, dass Tele-Rehabilitation in der Physiotherapie vergleichbar ist mit persönlicher Physiotherapie und besser als keine Rehabilitation.
Unsere Studie vergleicht eine hybride Rehabilitation, die das Curriculum Rückenschule digital umsetzt, mit einer Rehabilitation, die das Curriculum Rückenschule herkömmlich als Präsenzschulung realisiert.
Methoden: Die Studie wird als multizentrische randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt. Teilnehmende werden in acht ambulanten Rehabilitationseinrichtungen rekrutiert. Wir schließen 18- bis 65-jährige Rehabilitand*innen mit Rückenschmerzen (ICD-10 M50 bis M54) ein. Die digitalen Angebote der hybriden Rehabilitation werden mit der Online-Therapieplattform Caspar ausgeführt. Der Zugang ist via App oder Internetbrowser möglich. Wir befragen die Rehabilitand*innen zu vier Messzeitpunkten mittels schriftlicher Fragebögen (Beginn der Rehabilitation, Ende der Rehabilitation, 3 und 12 Monate nach Ende der Rehabilitation). Ergänzend werden leitfadengestützte Interviews mit Rehabilitand*innen, Ärzt*innen und Therapeut*innen durchgeführt. Die Nutzung des digitalen Angebots durch die Rehabilitand*innen wird in der Caspar-Anwendung erfasst. Als primäres Zielkriterium vergleicht die Studie die schmerzspezifische Selbstwirksamkeit. Sekundäre Zielkriterien sind u. a. der aktuelle Gesundheitszustand oder das Krankheitswissen. Die Primäranalyse wird als adjustierte Intention-to-treat-Analyse durchgeführt.
KurztitelHIRE
AkronymHIRE
StatusLaufend
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende01.11.2130.06.24

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):

  • SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  • SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Profilbereich: Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung (ZBV)

DFG-Fachsystematik

  • 205-02 Public Health, medizinische Versorgungsforschung, Sozialmedizin