Projektdaten
Projektbeschreibung
Mehr als ein Drittel aller Krebserkrankungen tritt im erwerbsfähigen Alter auf. Für an Krebs erkrankte Personen ist die Rückkehr in Arbeit häufig ein Zeichen dafür, dass wieder Normalität einkehrt. Sie wird als ein wichtiger Schritt bei der Bewältigung dieses bedrohlichen Ereignisses wahrgenommen.
In den ersten zwei Jahren nach Diagnosestellung gelingt neun von zehn Betroffenen die Rückkehr an den Arbeitsplatz, jedoch haben Menschen mit Krebs im Vergleich zu gesunden Kontrollgruppen ein erhöhtes Risiko für Arbeitslosigkeit und berufliche Einschränkungen. Multidisziplinäre Interventionen mit klarem Berufsbezug können die Rückkehr in Arbeit nach einer Krebserkrankung unterstützen.
Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation gilt vor diesem Hintergrund als vielversprechende Strategie zur Verbesserung der Wiedereingliederungschancen. Randomisierte kontrollierte Studien haben die Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bei orthopädisch erkrankten Personen mit den Ergebnissen der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation verglichen und verbesserte berufliche Wiedereingliederungschancen zugunsten der Teilnehmer medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitationsangebote bestätigen können. Ziel des Forschungsvorhabens war die Überprüfung der Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bei Rehabilitanden mit onkologischen Erkrankungen und besonderen beruflichen Problemlagen. Die bisherige medizinische Rehabilitation bei onkologischen Erkrankungen wurde dafür u. a. durch arbeitsplatzbezogenes Training, psychosoziale berufsbezogene Gruppen sowie eine intensivierte Sozialberatung ergänzt.
Die Studie wurde als clusterrandomisierte Studie in vier onkologischen Rehabilitationseinrichtungen durchgeführt. Die Daten wurden durch Befragungen am Beginn und Ende der Rehabilitation sowie drei Monate bzw. ein Jahr nach Rehabilitationsende erhoben. Primäres Zielkriterium war die Rollenfunktion in Arbeit und Freizeit. Sekundäre Zielkriterien waren der allgemeine Gesundheitszustand, körperliche und emotionale Funktionsfähigkeit, Schmerz, Fatigue, Krankheitsbewältigung, subjektive Arbeitsfähigkeit und die Rückkehr an den Arbeitsplatz.
In den ersten zwei Jahren nach Diagnosestellung gelingt neun von zehn Betroffenen die Rückkehr an den Arbeitsplatz, jedoch haben Menschen mit Krebs im Vergleich zu gesunden Kontrollgruppen ein erhöhtes Risiko für Arbeitslosigkeit und berufliche Einschränkungen. Multidisziplinäre Interventionen mit klarem Berufsbezug können die Rückkehr in Arbeit nach einer Krebserkrankung unterstützen.
Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation gilt vor diesem Hintergrund als vielversprechende Strategie zur Verbesserung der Wiedereingliederungschancen. Randomisierte kontrollierte Studien haben die Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bei orthopädisch erkrankten Personen mit den Ergebnissen der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation verglichen und verbesserte berufliche Wiedereingliederungschancen zugunsten der Teilnehmer medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitationsangebote bestätigen können. Ziel des Forschungsvorhabens war die Überprüfung der Wirksamkeit der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bei Rehabilitanden mit onkologischen Erkrankungen und besonderen beruflichen Problemlagen. Die bisherige medizinische Rehabilitation bei onkologischen Erkrankungen wurde dafür u. a. durch arbeitsplatzbezogenes Training, psychosoziale berufsbezogene Gruppen sowie eine intensivierte Sozialberatung ergänzt.
Die Studie wurde als clusterrandomisierte Studie in vier onkologischen Rehabilitationseinrichtungen durchgeführt. Die Daten wurden durch Befragungen am Beginn und Ende der Rehabilitation sowie drei Monate bzw. ein Jahr nach Rehabilitationsende erhoben. Primäres Zielkriterium war die Rollenfunktion in Arbeit und Freizeit. Sekundäre Zielkriterien waren der allgemeine Gesundheitszustand, körperliche und emotionale Funktionsfähigkeit, Schmerz, Fatigue, Krankheitsbewältigung, subjektive Arbeitsfähigkeit und die Rückkehr an den Arbeitsplatz.
Ergebnisbericht
Die Analysen der erbrachten therapeutischen Leistungen und der Wahrnehmung berufsbezogener Inhalte zeigten, dass die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation erfolgreich implementiert und umgesetzt wurde. Unsere Studie konnte konsistent leichte Vorteile der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation am Rehabilitationsende und nach drei Monaten zeigen. Es konnten allerdings keine langfristigen Vorteile der Interventionsgruppe ein Jahr nach Rehabilitation dokumentiert werden. Eine Implementierung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation in der Onkologie, wie durch uns in den vier Zentren umgesetzt, verbessert die beruflichen Wiedereingliederungschancen von an Krebs erkrankten Personen wahrscheinlich nicht.
| Status | abgeschlossen |
|---|---|
| Tatsächlicher Beginn/ -es Ende | 01.01.15 → 30.06.18 |
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung
2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):
-
SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
-
SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
Mittelgeber
- Bundesministerien und Bundesinstitutionen
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Profilbereich: Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung (ZBV)
DFG-Fachsystematik
- 2.22-02 Public Health, gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
ASJC Scopus Fachgebiete
- Rehabilitation
- Gesundheit (Sozialwissenschaften)
Fingerprint
Erkunden Sie die Forschungsthemen zu diesem Projekt. Diese Zuordnungen werden Bewilligungen und Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.
Publikationen
- 6 Zeitschriftenaufsätze
-
Work-Related Medical Rehabilitation for Cancer Patients Receiving Non-postacute Rehabilitation
Fauser, D., Wienert, J., Schmielau, J. & Bethge, M., 08.12.2023, in: Deutsches Arzteblatt International. 120, 49, S. 841-842 2 S.Publikation: Beiträge in Fachzeitschriften › Zeitschriftenaufsätze › Forschung › Begutachtung
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