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MBOR-M: Teilhabeeffekte der medizinischen -beruflich orientierten Rehabilitation der Mühlenbergklinik.

Projekt: Projekte aus BundesmittelnDRV-Projekte (Deutsche Rentenversicherung)

Projektdaten

Projektbeschreibung

Muskel-Skelett-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen, die zu Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit führen. Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation ist ein multimodales interdisziplinär durchgeführtes Programm, das Diskrepanzen von arbeitsplatzbezogenen Fähigkeiten und Anforderungen zu verringern sucht, um berufliche Teilhabechancen von Personen mit ungünstiger Erwerbsprognose zu verbessern. Die Studie untersuchte die Teilhabeeffekte eines in der regulären Versorgung implementierten medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitationsprogramms im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Rehabilitation bei Rehabilitanden mit Muskel-Skelett-Erkrankungen.
Zur Beantwortung der Fragestellung wurden Daten aus schriftlichen Erhebungen mit administrativen Daten der Deutschen Rentenversicherung Nord verknüpft. Die Daten wurden 2014 und 2015 erhoben und anhand einer As-treated-Analyseausgewertet. Dabei wurden Teilnehmende als der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation zugehörig klassifiziert, wenn sie, wie im Anforderungsprofil zur Durchführung der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation empfohlen, mindestens 9,5 Stunden berufsorientierte therapeutische Leistungen erhalten hatten. Mittels Propensity-Score-Matching wurden die Ergebnisse von Teilnehmenden einer medizinische-beruflich orientierten Rehabilitation (Interventionsgruppe) mit denen von vergleichbaren Teilnehmenden einer herkömmlichen medizinischen Rehabilitation (Kontrollgruppe) verglichen. Primäres Zielkriterium war die Rate sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ein Jahr nach Rehabilitationsende. Sekundäre Zielgrößen waren der Bezug von Arbeitslosengeld oder Krankengeld und Erwerbsminderungsrenten ein Jahr nach Rehabilitationsende. Die Behandlungseffekte wurden mit logistischen Modellen überprüft und absolute Risikodifferenzen berechnet.

Ergebnisbericht

Ein Jahr nach Rehabilitationsende wurden die Daten von 312 Rehabilitanden analysiert (156 in der Interventionsgruppe). Mittels Propensity-Score-Matching konnten Stichproben mit balancierten Stichprobenmerkmalen generiert werden. Der Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Rehabilitanden in der Interventionsgruppe war um rund 11 Prozentpunkte höher als in der Kontrollgruppe. Für die weiteren sekundären Zielkriterien zeigte sich kein Vorteil zugunsten der Intervention.
Das in der regulären Versorgung implementierte medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitationsprogramm führte im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Rehabilitation zu höheren Beschäftigungsraten nach einem Jahr.
Statusabgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende01.08.1731.12.18

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
  2. SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
    SDG 10 – Weniger Ungleichheiten

Mittelgeber

  • Bundesministerien und Bundesinstitutionen

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Profilbereich: Zentrum für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung (ZBV)

DFG-Fachsystematik

  • 2.22-02 Public Health, gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin

ASJC Scopus Fachgebiete

  • Rehabilitation
  • Gesundheit (Sozialwissenschaften)

Fingerprint

Erkunden Sie die Forschungsthemen zu diesem Projekt. Diese Zuordnungen werden Bewilligungen und Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.