Projektdaten
Projektbeschreibung
Das Langzeitüberleben der Antikörper-produzierenden Plasmazellen stellt eine essentielle Stütze des Immunsystems dar, ist aber ebenfalls maßgeblich an der Pathogenese chronisch entzündlicher Erkrankungen beteiligt, welche oftmals schwerwiegend und zum heutigen Zeitpunkt nur symptomatisch zu behandeln sind. Ein wichtiger Grund dafür ist das Mikromilieu-abhängige Überleben von pathogenen langlebigen Plasmazellen im Knochenmark oder lokal am Ort der Entzündungung. Wichtiger Bestandteil dieses Mikromilieus, die sogenannte Überlebensnische, sind die Zytokine IL-6 und APRIL. In aktuellen Studien, konnten wir den Einfluß von kleinen, nicht-kodierenden RNAs, den miRNAs, innerhalb des IL-6-abhängigen Überlebens humaner Plasmazellen aufzeigen. Des Weiteren beeinflußen sowohl IL-6 als auch APRIL die Expression des miR-24-1-Clusters auf Chromosom 9 in humanen Plasmazellen. Unser Ziel im hier beschriebenen Projekt ist daher die Aufklärung der Funktion und Regulation von miRNAs, mit Focus auf das miR-24-1-Cluster, in Plasmazellen. Dazu werden in IL-6 bzw. APRIL-stimulierten Plasmazellen in vitro aber auch im Mausmodell des multiplen Myelomas zu den verschieden miRNA-24-1-Clustergenen spezifische Knockdown- oder Expressionsexperimente durchgeführt. Unsere Ergebnisse können zu neuen Ansätzen für die Behandlung durch von pathogenen Plasmazellen hervorgerufene Erkankungen führen.
Ergebnisbericht
Innerhalb des Versuchsprojekts „Funktionelle Rolle des miR-24-1 Clusters im IL-6- und APRIL-abhängigen Überleben von Plasmazellen“ konnte eine putative Rolle der miR-27 innerhalb der Plasmazelldifferenzierung aufgezeigt werden. In der Arbeitsgruppe von Dr. Rudolf Manz wurde dazu von der Projektleitung erforderliche molekulargenetischen Techniken etabliert. Zusätzlich wurde die Züchtung einer CRISPR-fähigen Mauslinie (R26-Cas9iGFP/+) begonnen, um gezielte miRNA-Knockout-Versuche in vitro und in vivo durchführen zu können. Funktionelle in vitro Studien im C57BL/6- Mausmodell mittels miRNA-spezifischen Antisense-Molekülen führte zu Hinweisen einer regulativen Rolle der miR-27 auf die IRF4-Konzentration in aktivierten B-Zellen. Zusätzlich konnte eine Veränderung der mitochondrialen Aktivität in Folge der miR-27-Inhibition gezeigt werden. Des Weiteren scheint die miR-27 einen direkten regulatorischen Einfluss auf die IL-10-Expression zu haben. Die Expression der miR-27 während der B-Zellaktivierung zeigt Veränderungen in Folger einer Zugabe von IL-6. Diese präliminären Erkenntnisse deuten auf einen Einfluss des miR-24-1-Cluster in der Plasmazelldifferenzierung hin.
| Status | abgeschlossen |
|---|---|
| Tatsächlicher Beginn/ -es Ende | 01.01.15 → 31.12.18 |
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung
2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Mittelgeber
- DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Infektion und Entzündung - Zentrum für Infektions- und Entzündungsforschung Lübeck (ZIEL)
DFG-Fachsystematik
- 2.21-05 Immunologie
ASJC Scopus Fachgebiete
- Immunologie
Fingerprint
Erkunden Sie die Forschungsthemen zu diesem Projekt. Diese Zuordnungen werden Bewilligungen und Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.