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EXC 306: Entzündungen an Grenzflächen

  • Schreiber, Stefan (Sprecher*in)
  • Bosch, Thomas C G (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Ehlers, Stefan (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Erdmann, Jeanette (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Ernst, Rainer (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Franke, André (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Gross, Wolfgang (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Hilgenfeld, Rolf (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Kabelitz, Dietrich (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Köhl, Jörg (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Manz, Rudolf (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Nebel, Almut (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Niemann, Stefan (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Rabe, Klaus F. (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Rimbach, Gerald (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Rose-John, Stefan (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Rosenstiel, Philip Caspar (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Saftig, Paul (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Schaible, Ulrich (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Schröder, Jens-Michael (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Schütze, Stefan (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Siebert, Reiner (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Tautz, Diethard (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Weidinger, Stephan (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)
  • Zillikens, Detlef (Beteiligte*r Wissenschaftler*in)

Projekt: DFG VerbundprojekteExzellenzcluster

Projektdaten

Projektbeschreibung

Entzündungen an Barriereorganen (Haut, Lunge, Darm) sind ein zentrales medizinisches Problem vieler Zivilisationskrankheiten wie Asthma oder chronisch entzündlicher Darmerkrankungen. Neben diesem direkten Krankheitsbezug wird es zunehmend offensichtlicher, dass Barriereprobleme an einer Vielzahl anderer entzündlicher (z. B. Herzkranzgefäß-Erkrankung) oder maligner (z. B. Dickdarmkrebs) Erkrankungen beteiligt sind.
Zur Verbesserung der interdisziplinären Erforschung von Barriereerkrankungen wird der Exzellenzcluster die Forschung an fünf Fakultäten der Universitäten Kiel und Lübeck sowie am Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften, restrukturieren. 29 akademisch eigenständige Wissenschaftler ("principal investigators") und 108 weitere exzellente Wissenschaftler haben ihre Forschungsaktivitäten in fünf inhaltlich und methodisch definierten Forschungsbereichen zusammengefasst, die den wissenschaftlichen Arbeitsprozess von der Genomanalyse über das an Modellsystemen gewonnene mechanistische Verständnis der Krankheitsentstehung bis hin zu seiner Validierung am Patienten effektiver gestalten. Diese neue Qualität interdisziplinärer Forschung ermöglicht eine synergistische Generierung von Wissen über Molekülfamilien mit zentraler Bedeutung für entzündliche Barriereerkrankungen und ihre Behandlung.
Dieses Forschungsumfeld bildet die Grundlage für ein innovatives Konzept für eine fakultätsübergreifende Doktorandenausbildung (Medizin/Naturwissenschaften). Die Institutionen verpflichten sich zur Einrichtung von 21 neuen Professuren und Abteilungen zur Ergänzung und Stärkung dieser Forschungslandschaft. Der Exzellenzcluster stellt damit eine interdisziplinäre Forschungsumgebung zur Verfügung, in der u.a. in zwölf neuen Juniorgruppen die postgraduierte Ausbildung verbessert und eine frühe Selbstständigkeit junger Wissenschaftler/innen erreicht wird. Der Aufbau eines Zentrums für klinische Entzündungsmedizin ("Comprehensive Center for Inflammation Medicine" - CCIM) garantiert darüber hinaus eine ständige Integration unterschiedlicher klinischer (Sub-)Disziplinen und der Grundlagenforschung; darüber hinaus werden beabsichtigte Kooperationen mit Industriepartnern erleichtert.

Ergebnisbericht

Chronisch entzündliche Barrierekrankheiten (CIBD) stellen wegen ihrer Komplexität, ihren systemischen Effekten auf den Organsimus und der Interaktion zwischen Umwelt und Genen eine große Herausforderung dar. Die erste Förderperiode (FP-1) des Clusters gestaltete das hypothetische Krankheitsmodell den Forschungsprozess linear von einigen wenigen erwarteten Krankheitsgenen bis hin zur Struktur und zur evolutionären und funktionellen Annotation. Die beispiellose Komplexität der ätiologischen Befunde führte in der zweiten Förderperiode (FP-2) zu einem anderen Ansatz. Hier wurde unsere Suchstrategie mit Research Areas weiterentwickelt, um tiefgehende genetische, genomische und funktionelle Schlüsselkomponenten von Entzündungskrankheiten in Interaktion mit den Cluster-Laboren zu untersuchen. Der Cluster “Inflammation at Interfaces“ vereinte die Expertise und (inter-)nationale Kooperationen eines einzigartigen multidisziplinären Teams von >250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus zehn Disziplinen, um die Erforschung der CIBD voranzutreiben. Eine wichtige Errungenschaft des letzten Jahrzehnts ist ein tiefgreifender Wandel der wissenschaftlichen Kultur und Governance aller am Cluster beteiligten Institutionen/Fakultäten, der zu einer signifikanten Steigerung der wissenschaftlichen Produktivität und Sichtbarkeit beigetragen hat. Unsere lokale Entwicklung ist einzigartig in seiner Interdisziplinarität und der starken Konzentration auf die klinische Übersetzung. Dies umfasst eine kritische Masse im interdisziplinären Patientenzugang über den gesamten Bereich der CIBD, einschließlich der Reorganisation der Versorgung von Entzündungspatienten verschiedener Subspezialitäten in den Exzellenzzentren für Entzündungsmedizin (CCIM). Diese Zentren unterstützen große Kohorten und therapeutische Studien. Die aus der strukturellen Innovation resultierende interdisziplinäre Forschungskultur hat zu einer herausragenden Menge von Ergebnissen geführt. Beispielsweise waren Cluster-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler in mehreren internationalen genetischen Metaund GWAS-Analysen für CIBD involviert oder haben diese Projekte geleitet. Ein weiterer Höhepunkt der Entwicklung dieses Clusters war die Entwicklung eines IL-6 Trans- Signalinhibitors, der derzeit in einer Phase-2-Studie für CIBD getestet wird. Der derzeitige Cluster "Precision Medicine in Chronic Inflammation" (PMI) zielt darauf ab, eine individuelle molekulare Wirksamkeitssignatur für Therapien bei Patienten zu beschreiben, die zukünftig für die individuelle Auswahl entzündungshemmender Therapien eine entscheidende Rolle spielen wird. Der Aufbau einer medizinischen Systembiologie und eine massive Investition in die IT waren wichtige Vorraussetzungen und Errungenschaften der zweiten Förderperiode. Das ultimative Ziel von PMI ist es, entzündliche Barrierekrankheiten im frühen, noch nicht klinischen Stadium nach Erreichen eines Point-of-no-return zu definieren und rationale Interventionen zu entwickeln.
Statusabgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende01.01.0731.12.18

Partner

  • Christian-Albrechts Universität zu Kiel (Sprecherstandort) (Leitung)
  • Leibniz Forschungszentrum Borstel (Verbundpartner)
  • Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie (Verbundpartner)
  • Muthesius-Kunsthochschule Kiel (Verbundpartner)

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):

  1. SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen

Mittelgeber

  • Exzellenzcluster (ExStra)
  • DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft

Strategische Forschungsbereiche und Zentren

  • Forschungsschwerpunkt: Infektion und Entzündung - Zentrum für Infektions- und Entzündungsforschung Lübeck (ZIEL)

DFG-Fachsystematik

  • 2.21-01 Stoffwechselphysiologie, Biochemie und Genetik der Mikroorganismen
  • 2.21-02 Mikrobielle Ökologie und Angewandte Mikrobiologie
  • 2.21-03 Medizinische Mikrobiologie und Mykologie, Hygiene, Molekulare Infektionsbiologie
  • 2.21-04 Virologie
  • 2.21-05 Immunologie

ASJC Scopus Fachgebiete

  • Immunologie

Fingerprint

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