Projektdaten
Projektbeschreibung
Menschen unterscheiden sich ihrer Art zu kommunizieren und sich an ihr soziales Umfeld anzupassen. Die meisten von uns sind in der Lage, erfolgreiche soziale Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen. Für andere stellen soziale Interaktionen jedoch eine große Herausforderung dar. Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme und dem Austausch mit anderen können zu Rückzug, Einsamkeit, mangelnder Unterstützung und erhöhter Anfälligkeit für die Entwicklung von Krankheiten führen. Die komplexe Dynamik einer reziproken Interaktion erfordert eine Vielzahl kognitiver Prozesse, sowie eine Integration von Rückmeldungen aus unserer Umgebung. Wie diese Rückmeldungen interpretiert werden, beeinflusst unser zukünftiges zwischenmenschliches Verhalten. Je nach Interpretation bilden wir ein Selbstbild und Überzeugungen darüber, wer wir sind und wozu wir fähig sind. Diese selbstbezogenen Überzeugungen beeinflussen, wie wir zwischenmenschlichen Handlungen planen, durchführen und uns anvertraute und ungewohnte soziale Situationen anpassen. Negative selbstbezogene Überzeugungen können zu geringerer Motivation, geringeren Erwartungen und letztendlich geringerer Bereitschaft und Zufriedenheit in interpersonellem Austausch führen. Solche negativen Überzeugungen sind selektiv bei gesunden Personen und in größerem Maße bei Personen mit affektiven psychischen Störungen verbreitet. Bisherige Forschung hat zwar umfangreiche Erkenntnisse über individuelle Mechanismen sozialer Funktionalität erbracht, jedoch reichen diese Erkenntnisse nicht aus, um die Komplexität sozialer Interaktionen im Hinblick auf die Flexibilität der Anpassung und die Rolle selbstbezogener Überzeugungen zu integrieren, welche die Relevanz des erfolgreichen Anwendens dieser Mechanismen verändern. Es bleibt unklar, wie Individuen aus sozialen Interaktionen "lernen". Obwohl Empathie als zentraler Bestandteil sozialer Interaktionen eingehend erforscht wurde, haben bisherige Studien nicht untersucht, inwieweit der Glaube an die eigene empathische Fähigkeit für soziale Interaktionen relevant ist und inwiefern sich dieser verändern lässt. Daher ist Ziel dieses Projektantrags, zu untersuchen, wie Überzeugungen im Allgemeinen, aber auch im Hinblick auf negative selbstbezogene Überzeugungen, wie sie bei Depressionen auftreten, verändert werden können. Außerdem werden unbekannte neuronale Netzwerke untersucht, die an dieser Art des Lernens beteiligt sind. Dieses Projekt ist innovativ wie aufschlussreich, um maladaptive Schemata zu verstehen und selbstbezogene Überzeugungen zu verändern, um zur Verbesserung interpersoneller Dysfunktion beizutragen. Insbesondere im Hinblick auf maladaptive Schemata, die in theoretischen und praktischen Modellen zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Depressionen vorherrschend sind, ist ein tieferes Verständnis der Integration relevanter Mechanismen unerlässlich.
| Status | Laufend |
|---|---|
| Tatsächlicher Beginn/ -es Ende | 01.01.25 → 31.12.29 |
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung
2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):
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SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen
Mittelgeber
- DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft
Strategische Forschungsbereiche und Zentren
- Forschungsschwerpunkt: Gehirn, Hormone, Verhalten - Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM)
DFG-Fachsystematik
- 2.23-08 Kognitive und systemische Humanneurowissenschaften
- 1.22-02 Biologische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften
Fingerprint
Erkunden Sie die Forschungsthemen zu diesem Projekt. Diese Zuordnungen werden Bewilligungen und Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.